The World Is Not Fair – Die große Weltausstellung 2012
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Über die Grenzen kultureller Disziplinen hinweg suchen Theatermacher, Performer, bildende Künstler, Filmemacher und Architekten die Auseinandersetzung mit Ideen oder Phänomenen, über die noch die entlegensten Kulturen miteinander verbunden sind. So gemahnt der japanische Regisseur Toshiki Okada (Yokohama) mit seiner Architektur, die an die havarierten Reaktorblöcke in Fukushima erinnert, der Abstraktheit und Unermesslichkeit katastrophischer Ereignisse. Der Filmemacher Harun Farocki (Berlin) erkundet die Rolle von Computeranimationen für prognostische Dienstleistungen, in denen die globalen Kreisläufe von Luft, Feuer, Wasser und das Verlangen nach der Beherrschbarkeit einer Welt, in der sich zukünftige Ereignisse immer schwerer vorhersagen lassen, anklingen. Weitere Teilnehmer sind u.a. die Künstlerin Tracey Rose (Johannesburg), das Architektenkollektiv Umschichten (Stuttgart) und der Regisseur Hans-Werner Kroesinger (Berlin). Der ehemalige Flughafen Tempelhof mit seiner ungeheuren Ausdehnung und seiner wechselhaften Geschichte als ehemaliger Exerzierplatz, als Bühne früher Luftfahrtexperimente, als Stützpunkt für den Luftkrieg der Nazis und als Endpunkt der Luftbrücke zwischen Berlin und Westdeutschland ist der ideale Schauplatz für die Große Weltausstellung 2012. Mit der Entscheidung für diesen historischen Ort als Spielstätte lädt „The World Is Not Fair – Die Große Weltausstellung“ auch zum Nachdenken über einen reflektierten Umgang mit öffentlichen Räumen und die Zukunft dieser Stadt ein. Das Konzept einer Weltausstellung als Forum utopischer und realer Vorstellungen von Leben in dieser Welt ist eine ebenso grandiose wie mutige Idee. Die Schering Stiftung unterstützt dieses Projekt, da es an der Schnittstelle von bildender und darstellender Kunst unseren Horizont jenseits nationalstaatlichen Denkens erweitert. Ausstellung
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