Konzepte des Lebens in der zeitgenössischen Skulptur - BIOS im Georg-Kolbe-Museum
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Die Bildhauerei ist als künstlerische Gattung eng mit Konzepten der Lebendigkeit verschränkt, so auch in einem ihrer Ursprungsmythen – Ovids Metamorphose über Pygmalion und die göttliche Verwandlung einer von ihm geschaffenen Elfenbeinskulptur in eine lebendige Frau. Rohe Materie wird durch die Hände des Bildhauers zu einer Form transformiert, die den Rang des Lebendigen zwar nicht von vornherein beansprucht, aber durchaus in den Verdacht geraten kann, mit der göttlichen Schöpfung zu konkurrieren. Die Auseinandersetzung mit dem Lebendigen hat in der bildenden Kunst an Brisanz gewonnen, seitdem die Synthetische Biologie in aller Munde ist. Die Vorstellung, dass zukünftig künstlich hergestellte biologische Systeme mit bisher unbekannten Eigenschaften in Laboren entstehen, regt die Phantasie ebenso an, wie sie Ängste schürt. Die Künstler reagieren auf diese Entwicklung in sehr unterschiedlicher Weise, die Auseinandersetzung reicht von amorphen Skulpturen bis zu gesellschafts- und wissenschaftskritischen Interaktionen. Die Ausstellung „BIOS“ ist damit hochaktuell und steht im Fokus der Themenfelder, die die Schering Stiftung unterstützt. Teilnehmende Künstler: Brandon Ballengée, Peter Buggenhout, Lee Bul, Mark Dion, Brad Downey, Thomas Feuerstein, Eli Gur Arie, Tue Greenfort, Patricia Piccinini, Donato Piccolo, Gerda Steiner & Jörg Lenzlinger, Günter Weseler, David Zink Yi.
Ausstellung
Eröffnung: Sonntag, 26.08.2012, 11:30 Uhr
Georg-Kolbe-Museum
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Schering Stiftung unter 030-20 62 29 60 sowie unter: georg-kolbe-museum.de Mark Dion: Sea Life. © Foto: Matthias Bildstein. Courtesy Georg Kargl Fine Arts. |


