Evelina Rajca: Anästhetiker

 

Drei Deutschlandstipendien an Kunst- und Kulturwissenschaftler

03.07.2012, Berlin | Im Rahmen ihrer Nachwuchsförderung beteiligt sich die Schering Stiftung seit dem Sommersemester 2012 an dem Programm „Deutschlandstipendium“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Aktuell fördert die Stiftung drei Studierende der Kunst- und Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, es folgen zwei Stipendiaten an der Charité Universitätsmedizin Berlin für Lebenswissenschaftler. Bei der Auswahl der Stipendiaten ist es der Schering Stiftung besonders wichtig, dass sich die Studierenden über ihre eigene Disziplin hinaus auch für Kunst bzw. Naturwissenschaft interessieren.

DeutschlandSTIPENDIUM

Dies haben die drei Stipendiaten der HU Berlin in ihrer Bewerbung um das Stipendium bestens unter Beweis gestellt. In einem Essay haben Sie sich mit der Frage auseinandergesetzt, welche Vorteile ein interdisziplinärer Ansatz für Projekte an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft bietet.

Die Stipendiaten

Patrick Hansen (1988 in Köln geboren) wuchs in der Nähe von Stuttgart auf. Nach seinem Abitur 2006 leistete er ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur an der Staatsgalerie Stuttgart ab und nahm 2007 sein Studium der Kunstgeschichte, Deutschen Literatur und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin auf. Nach einem Auslandsaufenthalt an der Università degli Studi di Firenze, Italien, erlangte er 2011 mit einer Arbeit über Politische Ikonographie den Abschluss Bachelor of Arts und setzte sein Studium mit einem Masterstudiengang der Kunstgeschichte fort. Sein Interesse gilt dabei insbesondere Fragestellungen, die untersuchen, wie Bilder als Bedeutungsträger politische, soziale und wissenschaftliche Diskurse wiedergeben. Auch jenseits der akademischen Auseinandersetzung beschäftigt er sich mit der Funktion von Kunst und Kultur für gesellschaftliche Diskussionen und den interkulturellen Dialog. Patrick Hansen arbeitet als freier Journalist und engagiert sich als Vereinsvorsitzender ehrenamtlich für den internationalen Austausch von Nachwuchsjournalisten.

„Das Deutschlandstipendium ermöglicht mir, vollen Einsatz für mein Studium zu geben – und zugleich auch über den Radius von Uni und Bibliothek hinaus den Horizont zu erweitern: Ehrenamtliche Tätigkeiten verfolgen, fachlich und persönlich über den Tellerrand schauen und unbekanntes Terrain zu betreten sind großartige Chancen. Die Förderung über ein Jahr gibt mir die Gelegenheit, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und mich für andere einzubringen.“ [Patrick Hansen]

1988 in Düsseldorf geboren, besuchte Maja Schäfer ebendort das Gymnasium und engagierte sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich bei Amnesty International. Schon seit jeher fasziniert von der unvergleichlichen Vielfalt kultureller Institutionen und Veranstaltungen der deutschen Hauptstadt, zog es sie nach dem Abitur nach Berlin. Dort studierte sie zunächst im Bachelor Kultur-, Musik- und Medienwissenschaft und absolvierte im Anschluss ein einjähriges redaktionelles Praktikum bei dem Kölner (Pop-)Kulturmagazin Intro, für das sie bis heute als freie Autorin tätig ist. Aber schon vor und während dem Bachelorstudium schrieb Maja Schäfer für diverse Online-Magazine über Musik, Film und Literatur und arbeitete für die Kommunikationsagentur Oma Public Relations. Seit 2011 studiert sie im Master Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin.

„Das Stipendium bedeutet für mich natürlich eine Wertschätzung meiner universitären Leistungen. Darüber hinaus ist es eine tolle Unterstützung für meinen Auslandsaufenthalt an der Middlesex University in London, der ohne das Stipendium eine große finanzielle Belastung dargestellt hätte. In London kann mein theoretisches Wissen am äußerst praxisbezogenen Department „Journalism, Media and Cultural Studies“ vertiefen und anwenden und so in einer der spannendsten Metropolen der Welt meinem Traumberuf der Kulturjournalistin ein Stück näher kommen.“ [Maja Schäfer]
 
Rahel Schrohe wurde 1988 in Mainz geboren, wo sie die ersten neun Lebensjahre verbrachte, bevor sie mit ihrer Familie nach Potsdam zog. Nach dem Abitur begann sie 2008 ihr Studium der Kunst- und Bildgeschichte sowie der Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, das sie 2011 mit dem Bachelor of Arts abschloss. Seitdem studiert sie Kunst- und Bildgeschichte im Masterstudiengang. Zwei Schwerpunkte dominieren das kunsthistorische Interesse der Stipendiatin: Dies ist zum Einen der bildhistorische Ansatz von Prof. Dr. Horst Bredekamp und zum Anderen die Kunst der Gegenwart, insbesondere der künstlerische Einsatz des Mediums Video sowie begehbare Rauminstallationen, die eine körperliche Erfahrung mit sich bringen und die (Selbst-)Wahrnehmung der Rezipienten beeinflussen. Neben ihrer Arbeit als studentische Mitarbeiterin in der Abteilung „Das Technische Bild“ des Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik setzt sie sich im Bereich der Kunstvermittlung ein, so etwa in der Deutschen Guggenheim und im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin.

„Mithilfe des Deutschlandstipendiums kann ich mir zukünftig studienrelevante Reisen vor die Originale der Kunst (dieses Jahr zur "documenta" nach Kassel) finanzieren. Zudem plane ich einen Praktikums- und Studienaufenthalt in New York. Das Stipendium stellt hierbei eine große Unterstützung dar.“ [Rahel Schrohe]

Grundlegende Informationen zum Deutschlandstipendium erhalten Sie hier.

 

 

 

 

 

 

Patrick Hansen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Maja Schäfer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rahel Schrohe

Foundation

Founded in 2002 by Schering AG, Berlin, the independent and non-profit Ernst Schering Foundation aims to promote science and art ...

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