Daria Martin, Schering Stiftung Projektraum

 

Jerusalem Syndrom - Tanzperformance von Sommer Ulrickson

25.08.2003, Sophiensæle, Berlin | Das Projekt Jerusalem Syndrom ist als interdisziplinäre Tanztheaterproduktion angelegt. Gegenstand der Produktion ist das Jerusalem Syndrom, eine körperliche und geistige Verfassung, die bestimmte Reisende in Jerusalem heimsucht. Die Patienten identifizieren sich mit biblischen Figuren oder glauben, eine religiöse Mission zu haben.

25. bis 28. Juli, 30. Juli bis 3. August 2003

Das Jerusalem Syndrom soll als Metapher für körperliche und geistige Extremzustände in der Gesellschaft stehen und will fragen, wie gerade die westliche (protestantische) Welt mit religiöser Intensität und Spiritualität umgeht. Premiere war am 25. Juli in den Sophiensælen.

"Es wechselt Tanz mit Schauspiel in bruchloser, extrem variantenreicher Szenenfolge, unterstützt von mal sphärischen, mal folkloristischen Klängen. Raumgreifend tanzt und spielt das sechsköpfige Ensemble mit virtuoser Körperlichkeit, mit Witz und Tempo bis zur Erschöpfung. Dem Zuschauer wird's auch ganz schwummrig, weil ihm der überbordende Angriff auf seine Assoziationsfähigkeit den Verstand vernebelt, während die Sinne Reize aus allen Richtungen empfangen. Allmächtiger, denkt man und wundert sich über das Wort, das man sonst nie benutzt, was für eine göttliche Inszenierung!" (Katrin Pauly, Berliner Morgenpost)

25. bis 28. Juli, 30. Juli bis 3. August 2003


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