Daria Martin, Schering Stiftung Projektraum

 

Kunstförderung im Namen Karl Hofers

25.09.2003, Haus am Waldsee, Berlin | Die Ausstellung der Stipendiaten der Karl Hofer Gesellschaft 2001–2003

Junge Künstler aus der Generation der 30jährigen zeigen im Haus am Waldsee in Berlin Zehlendorf neueste Arbeiten: Tatjana Bergius, Regine Bungartz, Niki Elbe, Steffen Geisler, Anne Hille, Anke Kalk, Julia Krewani, Gabriele Künne, Anette Rose, Bodo Rott, Michaela Schweiger, Eric Tschernow, Karen Wald-Bartelt und Filip Zorzor. Sie alle waren Stipendiaten der Karl-Hofer-Gesellschaft. Die Schering Stiftung förderte die Herausgabe des Kataloges.

Niki Elbe, Preisträgerin des Atelierpreises der Karl Hofer Gesellschaft 2002,
Leben im Palast, 2000 (Foto: Thomas Bruns, Berlin)

25. September bis 16. November 2003


Zwei Jahre lang konnten sie in der Atelieretage in Berlin-Oberschöneweide ihre Kreativität frei entfalten. Mit einem breiten Spektrum an Werken aus den Gebieten Malerei, Zeichnung, Objekt, Installation, Video und Fotografie präsentieren sie nun ihre außergewöhnlichen Begabungen einer breiteren Öffentlichkeit.

Eine Gasflamme wird, fotografiert von Karen Wald-Bartelt, zur Blume. Samenkapseln und ein Motor verwandeln sich unter den Händen von Julia Krewani zum hybriden Kunstobjekt. Ein Einhorn spielt die Hauptrolle in Anke Kalks Performance "Leaving Berlin #3". Bodo Rott zeichnet sein beinahe kopfloses "Paar" klassisch in Aquarell. Diese und andere Werke sind in einem Ausstellungskatalog zu bewundern, dessen Herausgabe die Schering Stiftung förderte.

Gegründet wurde die Karl Hofer Gesellschaft 1953. Junge Absolventinnen und Absolventen der Universität der Künste werden mit Atelierstipendien, mit der Vergabe von Förderpreisen, der Vermittlung von Ausstellungsmöglichkeiten und Kontakten darin unterstützt, nach erfolgreich abgeschlossenem Hochschulstudium ihren Platz im Kunstmarkt zu finden.

Die Erinnerung an Karl Hofer (1878-1955), den Gründungsdirektor der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste nach 1945, ist auch im Haus am Waldsee lebendig, das sich seit 1946 der zeitgenössischen Kunst widmet. Die aktuelle Ausstellung knüpft an eine seit der Nachkriegszeit ununterbrochene Folge von Präsentationen aktueller Kunstströmungen an, in deren Reihe sich neben anderen so bedeutende Namen wie Karl Schmitt-Rottluff, Bernhard Heiliger, Max Pechstein und auch Karl Hofer finden. Der von der Schering Stiftung geförderte Katalog dokumentiert die Ausstellung und wird so möglicherweise die ersten Schritte der großen Künstler von morgen nachvollziehbar machen.


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