Daria Martin, Schering Stiftung Projektraum

 

Compositionen zu Goethes Faust - Uraufführung aus dem Archiv der Sing-Akademie

25.10.2005, Philharmonie, Berlin | Vom damaligen Leiter der Sing-Akademie zu Berlin Carl Friedrich Zelter angeregt, schuf Anton Heinrich von Radziwill die erste Vertonung von Goethes Faust in enger Kommunikation mit Goethe selbst. Das Meisterwerk gehört zu der am häufigsten und längsten gespielten Faust-Musik des 19. Jahrhunderts. Goethe selbst bezeichnet das abendfüllende Oratorium als "geniale, uns glücklich mit fortreissende Composition", in der die Protagonisten nicht nur singend, sondern auch sprechend und darstellend agieren.

25. Oktober 2005, 20:00 Uhr

In der vergangenen Spielzeit hatte die Schering Stiftung die Inszenierung des Faust am Deutschen Theater in der Regie von Michael Thalheimer unterstützt. Deshalb freuen wir uns, dass das Werk Radziwills die Auseinandersetzung mit dem Faust-Epos auf einer weiteren, musikalischen Ebene ermöglicht und damit zugleich ein weiteres Werk aus dem Archiv der Sing-Akademie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.

Die von Carl Christian Friedrich Fasch im Jahr 1791 gegründete Sing-Akademie zu Berlin war bis Anfang des 20. Jahrhunderts nicht nur eine herausragende Institution der Chormusik, sondern darüber hinaus ein bedeutendes geistig-kulturelles Zentrum in Berlin, das auf ganz Deutschland ausstrahlte. Mendelssohn-Bartholdy, Meyerbeer und viele andere Komponisten waren Mitglieder. Goethe ebenso wie Schadow, Hegel, Wilhelm von Humboldt und weitere Persönlichkeiten waren der Sing-Akademie eng verbunden. Das Archiv der Sing-Akademie zu Berlin - nach dem 2. Weltkrieg nach Kiew verbracht - wurde erst 1999 wieder nach Berlin zurückgeführt.

Ausführende:
Zelter-Ensemble der Sing-Akademie zu Berlin
Faust: Thomas Dewals - Tenor
Mephisto: Thomas Mohr - Bariton
Gretchen: Fionnuala McCarthy - Sopran
Marte: Annette Kuhn - Alt
Staatsorchester Braunschweig

Termine: 25. Oktober 2005, 20:00 Uhr
Ort: Philharmonie Berlin, Kammermusiksaal

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