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Fokus auf: Peter Paul Rubens und Jan Boeckhorst, König David spielt die Harfe

18.09.2007, Städel Museum, Frankfurt am Main | Das Gemälde des Harfe spielenden König David von Peter Paul Rubens und Jan Boeckhorst gehört seit 1867 zu den herausragenden Beispielen der flämischen Barockmalerei der Sammlung. Darüber hinaus liefert es einen Einblick in die damals übliche Werkstattpraxis, denn nur ein Teil des Gemäldes stammt von Rubens' Hand: Der Kopf entstand um 1616 als Studie auf einer kleinen Tafel.

Erst nach Rubens' Tod wurde der Charakterkopf oder "Tronie" durch seinen ehemaligen Mitarbeiter Boeckhorst vergrößert und in das vollwertige Bild des König David verwandelt. Die Ausstellung zeigt die Verwendung der "Tronie" in Kompositionen von Rubens und beleuchtet die Anstückung und das Ausmaß der Übermalungen durch Boeckhorst, die Rubens' Kopf nicht nur "ungekrönt", sondern völlig unangetastet beließ. Dokumentiert wird auch die zeitgenössische Rezeption von Boeckhorsts "David", der nun ähnlich wie andere später erweiterte Studienköpfe aus dem Nachlass von Rubens auf dem Antwerpener Kunstmarkt angeboten werden konnte.

Kuratorin: Dr. Agnes Tieze (Städel Museum)


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