Daria Martin, Schering Stiftung Projektraum

 

syn chron - Architektonischer Körper als Interface

24.02.2005, Neue Nationalgalerie, Berlin | Raum-Licht-Ton-Installation an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft

Eröffnung: 24. Februar 2005, 20:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 25. Februar bis 3. April 2005

Die obere Halle der Neuen Nationalgalerie war für den Bildenden Künstler und Musiker Carsten Nicolai ein besonderer Anreiz für ein Experiment, bei dem er sich nicht nur im Grenzbereich von Kunst und Musik, sondern auch an der Schnittstelle zur Wissenschaft bewegt.

Nicolai hat für die gläserne Halle des Mies van der Rohe-Baus eine begehbare Skulptur konzipiert, die zugleich als akustischer Körper, Resonanzraum und Projektionsoberfläche dient. Die von Carsten Nicolai komponierte elektronische Musik wird über Laser in Echtzeit visualisiert, wobei die transluzente Haut der kristallinen Skulptur Träger der akustischen wie optischen Ereignisse ist. Der architektonische Körper ist dadurch zugleich Klang- und Lichtraum, in den die Besucher eintreten, den sie aber auch von außen schon von weitem wahrnehmen können.

Carsten Nicolai, geb. 1965 in Chemnitz, hat in seinen Arbeiten seit Mitte der 1990er Jahre einen besonderen Ansatz der Verbindung zwischen Kunst und Musik, zwischen visueller und akustischer Wahrnehmung entwickelt. In seinen Experimenten versucht Nicolai, die Trennung menschlicher Sinneserfahrungen zu überwinden und naturwissenschaftliche Phämomene wie Klang- und Lichtfrequenzen in für Augen und Ohren wahrnehmbare Ereignisse zu transformieren. "syn chron" ist das bisher größte Projekt in seinem Bestreben, eine Symbiose von Architektur, Licht und Ton zu schaffen.

Bei dieser mobilen Architektur handelt es sich um einen Prototypen, den der Künstler gemeinsam mit den Architekten Finn Geipel und Giulia Andi, LIN sowie dem Ingenieur Werner Sobek entwickelt hat. Neben neuester Lasertechnologie experimentiert Nicolai mit den speziellen akustischen Gegebenheiten des kristallinen Raums.

Das Projekt "syn chron" findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Musikwerke Bildender Künstler" statt, die seit 1999 von Freunde Guter Musik Berlin in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie Berlin und seit 2002 mit dem Festival MaerzMusik der Berliner Festspiele durchgeführt wird.

Eröffnung: 24. Februar 2005, 20:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 25. Februar bis 3. April 2005
Live-Präsentationen: 3. März 2005, 19:00, 20:00 und 21:00 Uhr
Neue Nationalgalerie Berlin, Obere Halle
Potsdamer Str. 50
10785 Berlin


Eine Veranstaltung von Freunde Guter Musik Berlin e.V. in Zusammenarbeit mit der Neuen Nationalgalerie / Staatliche Museen zu Berlin und MaerzMusik 2005 / Berliner Festspiele.
Ermöglicht aus Mitteln der Schering Stiftung und des Hauptstadtkulturfonds.
Mit Unterstützung von JENOPTIK AG, LaserAnimation SOLLINGER GmbH,
ELAC Electroacustic GmbH und ideea Messe- und Dekorationsbau GmbH.


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