Ivana Franke

 

Kommander Kobayashi - Uraufführung der Opernsaga

21.01.2005, Sophiensæle, Berlin | Mit ihrer Idee, eine Science-Fiction-Serie in ein Opernhaus zu versetzen, hat die Berliner Opernkompanie NOVOFLOT einen mutigen Schritt getan. Sowohl in Inhalt als auch im Ablauf geht "Kommander Kobayashi", nach einer Idee von Sebastian Bark und Sven Holm, neue Wege. Thematisch orientiert sich die Opernsaga an für Science-Fiction-Serien typischen Plots: ihr Held Kommander Kobayashi führt das Raumschiff La Fenice und eine Handvoll Raumfahrer auf einer rätselhaften Suche (oder Flucht?) durch Raum und Zeit.

Aufführungen Hamburgische Staatsoper:
14., 15., 16. Januar und 4., 5., 6. Februar 2005

Aufführungen Sophiensæle, Berlin, im Rahmen des UltraSchall Festivals:
21., 22., 23. und 28., 29., 30. Januar 2005

Die Saga ist unabgeschlossen. Sie entfaltet sich als Serie von mehreren kurzen Kammeropern von verschiedenen Komponisten. Drei Opern bilden zusammen eine Staffel und zugleich das Programm für einen Abend. "So wird die Opernsaga zur Odyssee durch ein hybrides und sich ausweitendes Universum zeitgenössischer Oper", beschreibt die Kompanie NOVOFLOT ihre Produktion, deren Texte Tobias Dusche verfasst hat. Mit der Förderung des Projektes "Kommander Kobayashi" honoriert die Schering Stiftung, dass diese Opernproduktion Grenzen des gewohnten Musiktheaters aufbricht und die "klassische Form" der Oper zurücklässt.

Die mit dem Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung ausgezeichnete Serie wird mit der Pilotfolge "4 Hermenauten" eröffnet. Uraufführung der ersten Staffel ist am 14. Januar 2005 in der Hamburgischen Staatsoper anlässlich der Eröffnung der Opera Stabile. "4 Hermenauten" besteht aus vier Szenen, von denen je eine von den Komponisten Moritz Eggert (Deutschland), Aleksandra Gryka (Polen), Ricardas Kabelis (Litauen) und Juha T. Koskinen (Finnland) vertont wurde.

Weitere Folgen der neben der Schering Stiftung durch die Bundeskulturstiftung geförderten Opernsaga sind "Kobayashi singt (unter fremden Sternen)", komponiert von Helmut Oehring (Deutschland), sowie "set phasers on KILL!", komponiert von Jennifer Walshe (Irland), die hierin selbst eine Gastrolle auf der Bühne übernehmen wird.

Aufführungen Hamburgische Staatsoper:
14., 15., 16. Januar und 4., 5., 6. Februar 2005

Aufführungen Sophiensæle, Berlin, im Rahmen des UltraSchall Festivals:
21., 22., 23. und 28., 29., 30. Januar 2005

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