Ivana Franke

 

Eine Konzertinszenierung der besonderen Art: „Fremde Orte“ im Radialsystem V

16.11.2009, Berlin | Am 20. November 2009 hat die Konzertinszenierung „Fremde Orte“ im Radialsystem V Premiere. Sie ist der erste Teil der zweiteiligen Produktion Fluktuation 09 des Solistenensembles Kaleidoskop, die von der Schering Stiftung gefördert wird. Basierend auf der Idee der „Kugelgestalt der Zeit“ des Komponisten Bernd Alois Zimmermann stellt das Solistenensemble unterschiedliche musikalische Epochen wie auch künstlerische Sparten einander gegenüber. Im ersten Teil „Fremde Orte“ trifft das Solistenensemble Kaleidoskop auf die Architektin Anna Kubelik, die das musikalische Konzept in den Raum übersetzt. Solistenensemble Kaleidoskop

Ausgangspunkt der gemeinsamen Arbeit sind die Werke und Biografien von Claude Vivier, Joseph Haydn, Iannis Xenakis und der in New York lebenden Irin Jennifer Walshe. Bei allen vier Komponisten ist das Fremdsein auf verschiedene Art und Weise in ihr musikalisches Schaffen eingeflossen. „Fremde Orte“ ist eine Betrachtung der Lebenswege dieser sehr unterschiedlichen Künstler und ihrer Werke.

Inspiriert von Italo Calvinos Poem „Die unsichtbaren Städte“ verwandelt die Architektin Anna Kubelik mittels der Origami-Faltkunst den Konzertraum zu einem „Fremden Ort“, in dem sich Publikum und Musiker neu orientieren müssen. Beide treffen in einer unbekannten räumlichen Situation und Realität aufeinander.

„Fremde Orte“ ist eine musikalische und räumliche Reise durch die Zeit, welche Kunst, Architektur, Performance und Musik aus verschiedenen Epochen zusammenführt.


Fluktuation 09: I. „Fremde Orte“
Ort: Radialsystem V, Holzmarktstraße 33, 10423 Berlin
Aufführungen: Fr. 20.11. / Sa. 21.11. / So. 22.11.2009, jeweils 20 Uhr

Solistenensemble Kaleidoskop
Musikalische Leitung: Michael Rauter
Architektur & Inszenierung: Anna Kubelik

Musik
Claude Vivier (1948-1983) „Et je reverrai cette ville étrange“
Claude Vivier „Zipangu“
Joseph Haydn (1732-1809) „Sinfonie Nr. 64“
Jennifer Walshe (*1974) „Passenger“
Iannis Xenakis (1922-2001) „Aroura“

Foto: Sonja Müller

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.kaleidoskopmusik.de

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