Ivana Franke

 

Carsten Höller - Rentier im Zöllnerstreifenwald und SOMA

Carsten Höllers „Rentier im Zöllnerstreifenwald“ ist eine in Kooperation mit der Nationalgalerie, Berlin, entstandene Ausstellung im Projektraum der Schering Stiftung. Im Kontext der großen Einzelausstellung SOMA der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, entwickelte der Künstler für die Schering Stiftung die neue Arbeit Rentier rot-grün, mit der er seine 2001 begonnenen künstlerischen Studien zum Phi-Phänomen weiterführt.

Carsten Höller_Rentier Rot-Grün

Das Phi-Phänomen bezeichnet die Wahrnehmung einer nicht existierenden Bewegung, die im Auge durch das in kurzen Frequenzen ein- und wieder ausgeschaltete Licht zweier stationärer Lichtquellen entsteht. Die Betrachter sehen zwischen den festen Lichtpunkten einen dritten Punkt, der zwischen den beiden Polen zu springen scheint.

Die Arbeit Rentier rot-grün geht nach Ende der Ausstellung als Schenkung der Schering Stiftung in die Sammlung der Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, über. Zugleich unterstützt die Stiftung die umfangreiche Präsentation Carsten Höllers im Hamburger Bahnhof. Im Rahmen ihres Förderschwerpunktes „Künstlerische Forschung“ möchte die Schering Stiftung mit dieser Unterstützung einen Künstler ehren, der auch international als einer der wichtigsten Vertreter für Bildende Kunst an der Schnittstelle zur Wissenschaft gilt und der bereits in den frühen 90er Jahren begann, das Experiment als Verfahren in künstlerischen Arbeiten zu realisieren.

Vom 5. November 2010 bis zum 6. Februar 2011 zeigt die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin, die Einzelausstellung SOMA von Carsten Höller. Auf der Suche nach Erfüllung geht Höller dem Mythos von Soma nach, einem heilsbringenden Trank, der Erkenntnis, Unsterblichkeit und Zugang zur göttlichen Sphäre verspricht. Der Künstler erschafft vor unseren Augen ein raumgreifendes „tableau vivant“ zwischen Wissenschaft und Kunst, das die Besucher mit Fragen konfrontiert, die den Menschen – gerade auch in seiner künstlerischen Produktivität – seit jeher beschäftigen: Welches Heilsversprechen liegt in der Kunst? Welche Rolle wird der Wissenschaft in unserer Gesellschaft zuteil, welche dem Mythos? Wodurch erhalten wir Erkenntnis und welche Formen der Wahrnehmung stehen für uns zur Disposition?

Carsten Höller
Rentier im Zöllnerstreifenwald

Laufzeit der Ausstellung im Projektraum der Schering Stiftung:
29. Oktober 2010 bis 8. Januar 2011 (Nicht am: 24./25./31.12.2010 und 01.01.2011)
Weitere Informationen finden Sie hier.

Eine Rezension auf Spiegel Online vom 16.11.2010 finden Sie hier.

Carsten Höller
SOMA

Laufzeit der Ausstellung im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin:
5. November 2010 bis 6. Februar 2011
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der SOMA-Ausstellung.

 

Fotos:

1. Carsten Höller: Bambi, 2006
Glühlampen, digitale Steuerung, Kunststoff-Fassungen, Kabel, geschweißter Stahldraht
70 x 30 x 70 centimeters
Photo: Marc Domage
Courtesy the artist and Air de Paris

2. Carsten Höller: Soma Series I, 2008
C-prints on Alu-Dibond, wood, acrylic glass frames
101 x 114 centimeters (image size), 129 x 140 centimeters (paper size), 129 x 140 x 4.6 centimeters (frame size)
Courtesy Esther Schipper, Berlin
© VG Bild-Kunst, Bonn

 

2_Soma Series_Carsten Höller

Projektraum

Anschrift: Unter den Linden 32-34 | 10117 Berlin Öffnungszeiten während der Ausstellungen:Donnerstag – Montag, 13–19 Uhr | Eintritt frei Seit 2009 zeigt die Schering Stiftung im ...

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