On the Far Side of the Marchlands - Ausstellung in der Schering Stiftung

 

Ernst Schering Preis 2011

Prof. Bert W. O'Malley

Am 20. September 2011 verleiht die Schering Stiftung in Berlin den Ernst Schering Preis 2011 für international herausragende Leistungen im Bereich der medizinischen, biologischen und chemischen Grundlagenforschung an Professor Bert W. O’Malley, Tom Thompson Distinguished Service Professor und Lehrstuhlinhaber für Molekulare und Zelluläre Biologie am Baylor College of Medicine in Houston, Texas, für seine bahnbrechenden Arbeiten zur Wirkungsweise von Steroidhormonen und Kernrezeptoren.

Professor O’Malley erhält den mit 50.000 Euro dotierten Preis auch für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Genregulation, Steroidrezeptoren und transkriptionellen Koaktivatoren. Darüber hinaus würdigt der Preis seinen Beitrag zum Konzept der „Team-Wissenschaft“; die von ihm betreuten Studenten und Postdocs, über 250 an der Zahl, sind heute weltweit als Professoren, Geschäftsführer oder Institutsvorstände tätig.

O’Malleys Forschung zur Wirkungsweise von Hormonen und zur Genexpression

Professor O’Malleys Labor ist führend bei der Erforschung der Wirkung weiblicher Steroidhormone (Progesteron und Östrogen) sowie der grundlegenden Mechanismen zur Regulation der eukaryotischen Genexpression. O’Malleys bahnbrechenden Arbeiten verdanken wir die Erkenntnis, dass Steroidhormone und Kernrezeptoren primär auf der Ebene der Gentranskription zur Regulation der mRNA-Synthese wirken. Er beschrieb die Abfolge der molekularen Schritte vom Hormon zum Gen zum Protein und entdeckte die „Missing-Link-Regulatoren“
(Koaktivatoren / Korepressoren), welche die Transkriptionsanweisungen der Rezeptoren entziffern. Koaktivatoren fungieren als “Hauptregulatoren” von physiologischen und Krankheitsprozessen und haben großen Einfluss auf Gewebeentwicklung und -physiologie. Sie aktivieren Gen-Subfamilien, die im Zusammenspiel das Wachstum und den Stoffwechsel regulieren. Unser Wissen um die Bedeutung von Koaktivatoren für die Stoffwechselgene wird immer umfangreicher, so gibt es z.B. Hinweise auf deren Rolle bei der Steuerung des Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinstoffwechsels. Funktionsstörungen der Koaktivatoren (oder Korepressoren) haben ernste Folgen. Es konnte nachgewiesen werden, dass erbliche Funktionsstörungen ursächlich sind bei der Differenzierung des Keimgewebes, bei Embryonen-sterblichkeit und Wachstumsretardierung, geistigen Entwicklungsstörungen, der Regulierung des Stoffwechsels und der Entwicklung zahlreicher Krebsarten. Diese Forschungsarbeiten führten darüber hinaus zum molekularen Verständnis der Wirkung von Hormonantagonisten und sind von großer Bedeutung für die Bereiche Endokrinologie, Fortpflanzung, genetische Erkrankungen sowie hormonolle Brust- und Prostatakrebsarten.

Weitere Informationen zur Forschungsarbeit sowie zur Biografie des Preisträgers können Sie der Presseinformation  entnehmen.

Wichtige Termine im Überblick

Pressegespräch mit dem Preisträger

20. September 2011, 11.00 Uhr
Schering Stiftung | Unter den Linden 32-34 | 10117 Berlin

Preisverleihung „Ernst Schering Preis 2011“

20. September 2011, 18.00 Uhr
Berlin, Teilnahme nur auf Einladung

Vorträge des Preisträgers

21. September 2011, 10 Uhr
Vortrag vor Schülern in Berlin-Tegel (nicht öffentlich)
"A Scientist's Quest to Understand How Hormones Work"

21. September 2011, 18 Uhr
Öffentlicher Vortrag für Wissenschaftler und Studenten in Kooperation mit dem Graduiertenkolleg 1208 der Charité Universitätsmedizin Berlin
"Receptor Coactivators: 'Masters' of Physiology and Pathology"

Robert-Koch-Forum, Hörsaal
Dorotheenstr. 96 | 10117 Berlin

Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Foto: Bert O'Malley, Baylor College of Medicine

Bert O'Malley

pdf  Curriculum Vitae

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