On the Far Side of the Marchlands - Ausstellung in der Schering Stiftung

 

CMG-Lecture on Ancient Medicine 2011

Das altertumswissenschaftliche Akademienvorhaben “Galen als Vermittler, Interpret und Vollender der antiken Medizin“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) lud zur 3. „CMG-Lecture on Ancient Medicine“ ein. Die Vorlesungsreihe hatte zum Ziel, ausgewählte Themenbereiche der antiken Medizin und ihre aktuelle Relevanz einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Der diesjährige Gastredner war Sir Geoffrey Lloyd, welcher am 17. März 2011 um 18.30 Uhr im Leibniz-Saal der BBAW zum Thema „The Scientificity of Ancient Medicine“ sprach. Die Lecture wurde von der Schering Stiftung ermöglicht.

CMG-Lecture_2011

Sir Geoffrey Lloyd ist Mitglied der British Academy, der American Academy of Arts and Sciences und der International Academy of the History of Science. Er lehrte als Professor für Antike Philosophie und Wissenschaft am Darwin College in Cambridge, war Vorsitzender des East Asian History of Science Trust und leitete in dieser Funktion das Needham Research Institute.

Die Lecture ist eine Veranstaltung des altertumswissenschaftlichen Akademienvorhabens „Galen als Vermittler, Interpret und Vollender der antiken Medizin“, das in der Tradition des „Corpus Medicorum Graecorum“ steht und dessen Schriftenreihen betreut.

Der Referent schreibt zum Vortrag:
„Den Ausgangspunkt meiner Überlegungen bilden zwei konkurrierende Ansichten: die eine begreift die hippokratische Medizin als erste rationale, systematische und somit wissenschaftliche Medizin, während ihr die andere aufgrund ihrer großen Distanz zur modernen Biomedizin jeglichen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit streitig macht. Durch Einbeziehung anderer Traditionen, vornehmlich der chinesischen, lässt sich das Blickfeld erweitern. Die hippokratische und spätere griechische Medizintradition zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich mit epistemologischen und methodologischen, sprich: wissenschaftsphilosophischen Fragen auseinandersetzen. Diese Tatsache lässt sich aus dem besonderen polemischen Kontext, in dem griechische Ärzte arbeiteten, ableiten. Diese These soll mit vergleichbaren Quellen aus China überprüft werden.“

Eine Einleitung aus wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive hielt Prof. Dr. Gerd Graßhoff, Professor für Wissenschaftsgeschichte der Antike an der Humboldt-Universität zu Berlin und Sprecher des Exzellenzclusters TOPOI. Moderiert wurde der Vortrag von Dr. Roland Wittwer, Leiter des Akademienvorhabens „Galen als Vermittler, Interpret und Vollender der antiken Medizin“.

Die Schering Stiftung unterstützte die CMG-Lecture, da es ihr ein wichtiges Anliegen ist, das öffentliche Verständnis von Wissenschaft und Forschung zu verbessern und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern.

CMG-Lecture 2011
The Scientificity of Ancient Medicine
Sir Geoffrey Lloyd
Needham Research Institute, Cambridge

Vortrag in englischer Sprache
Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 17.03.2011, 18:30 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Leibnizsaal
Markgrafenstraße 38 | 10117 Berlin

pdf Einladungskarte zum Download

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://cmg.bbaw.de

 

Abbildung: Mscr. Dresd. Db 93, fol. 340r (Ausschnitt), © SLUB, Dresden Sammlungen

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