Ivana Franke

 

22nd European Students’ Conference | “Perspectives and Challenges in Regenerative Medicine”

Unter der Motto “Perspectives and Challenges in Regenerative Medicine” trafen sich vom 21. - 24. September 2011 700 junge Wissenschaftler aus über 60 Ländern zur 22. European Students’ Conference in Berlin. Auf der größten biomedizinischen Konferenz für junge Wissenschaftler und Ärzte in Europa referierten in diesem Jahr renommierte Forscher aus den USA, Japan und Deutschland zu schwerwiegenden Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz, Morbus Parkinson und HIV und zeigten neue Therapieansätze im Kampf gegen diese auf.

European Students Conference

Die regenerative Medizin befasst sich mit der Heilung verschiedener Erkrankungen durch die Wiederherstellung funktionsgestörter Zellen, Gewebe und Organe durch biologischen Ersatz, beispielsweise mit Hilfe gezüchteter Gewebe, oder durch die Anregung körpereigener Regenerations- und Reparaturprozesse. Zukünftig sollen dabei neue Ansätze in der Therapie von Morbus Parkinson, Querschnittlähmung oder Krebs aber auch bei Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Koronare Herzkrankheit oder Fettsucht gefunden werden. Auch bei der Bekämpfung von HIV wird große Hoffnung in die Prinzipien der regenerativen Medizin gesetzt. Einige Forscher stellten ihre Erkenntnisse auf der Konferenz vor.

So haben Dr. Paula Cannon und Dr. Gero Hütter (Keynotes 22.09.) unabhängig voneinander nachgewiesen, dass T4-Helferzellen, die normalerweise das Reservoir des HI-Virus bilden, gegen das Eindringen von HIV immunisiert werden können, wenn der für diesen Prozess notwendige CCR5-Co-Rezeptor fehlt oder eliminiert wird. Prof. Zimmermann, Prof. Sumi und Dr. Petersen (Keynotes 23.09.) beschäftigen sich mit dem Tissue-Engineering. Dieser Begriff fasst Verfahren zusammen, die es erlauben, mit Stammzellen aus dem Körper des Patienten geschädigtes Gewebe zu regenerieren. In Zukunft könnte es so möglich sein, ganze Organe im Labor herzustellen und sie zu transplantieren.

Neben den Vorträgen konnten die Teilnehmer in Sessions und Workshops ihre eigene Forschung dem Publikum und einer Fachjury vorstellen sowie praktische Fertigkeiten vertiefen. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit, wertvolle Kontakte zu Mitstudenten, Firmen, Forschungsgruppen und Professoren zu knüpfen. So wurde zusammen mit der Charité und anderen namhaften Forschungsinstituten ein interaktiver Workshop zur Karriereplanung veranstaltet und die Hilfsorganisation „Ärzte Ohne Grenzen“ stellte sich vor.

Die ESC wurde 1989 von Medizinstudenten mit dem Anspruch gegründet, nach der Wiedervereinigung einen besseren wissenschaftlichen Austausch zwischen Ost und West zu schaffen und junge Wissenschaftler und Ärzte sowie die Verknüpfung der biomedizinischen Wissenschaften, Fakultäten und Studierenden auf internationaler Ebene zu fördern. Die Schering Stiftung unterstützte die Konferenz daher als wichtigen Beitrag zur Förderung und internationalen Vernetzung von exzellenten Nachwuchswissenschaftlern.

Weitere Informationen finden Sie auf: www.esc-berlin.com.

Foto: Copyright European Students Conference

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