Ivana Franke

 

Luft, Wasser, Erde, Leben – Geo- und Umweltforschung für unsere Gesundheit

Unter diesem Thema präsentierte die GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung in einer interdisziplinären Tagung am 27. September 2011 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften neue Erkenntnisse der Geowissenschaften zur Gesundheitsforschung. Im Rahmen des „Wissenschaftsjahrs 2011 – Forschung für unsere Gesundheit“ sollte so ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, auf wie vielfältige Weise die Lebensumwelt des Menschen auf seine Gesundheit einwirkt.

Luft Wasser Erde Leben

Die Geowissenschaften beschäftigen sich mit den Lebensgrundlagen des Menschen in terrestrischen wie marinen Bereichen unseres Planeten: mit Energie und Ressourcen, mit Atmosphäre und Klima, mit Wasser, Boden und der Biosphäre. Einen großen Stellenwert in Grundlagenforschung und angewandter Wissenschaft nehmen Arbeiten zu Biodiversität, zu Gefährdungen der Ökosysteme sowie zu Beeinträchtigungen der Umwelt und der Gesundheit des Menschen ein. In diesem Zusammenhang untersuchen die Geowissenschaften u.a. das Vorkommen von Schadstoffen und deren Verbreitungspfade. Sie entwickeln Strategien der Gefahrenabwehr und liefern so wichtige Erkenntnisse für die Gesundheitsforschung. Auf der Tagung werden einige besonders interessante Beispiele der Gesundheitsforschung aus verschiedenen geowissenschaftlichen Disziplinen vorgestellt.

In Kurzvorträgen und Diskussionen wurden Forschungsergebnisse der Meteorologie, Hydrologie, Geologie, Bodenkunde und Medizingeographie sowie der Umweltforschung vorgestellt, die einen engen Bezug zur menschlichen Gesundheit aufweisen: Im Themenblock „Luft“ wurde über Luftschadstoffe, Pollenflug, Hitze und andere wetterbedingte Gesundheitsgefahren berichtet, bei „Wasser“ ging es um Arzneimittel, Arsen und andere Schadstoffe im Trinkwasser sowie um den Schutz von Grund- und Trinkwasser (auch in Entwicklungsländern). Der Veranstaltungsteil „Boden“ thematisierte den Gesteinsuntergrund als Schadstoffquelle sowie die Bedeutung der Böden für die Gesundheit des Menschen. Zum Abschluss beleuchtete die Tagung mögliche Folgen des Klimawandels für die Gesundheit.

Die Schering Stiftung förderte das Projekt im Sinne des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, da es verschiedene Wissenschaftsdisziplinen zum Thema Gesundheit zusammenführt und deren wichtigen Beitrag für die Erforschung der Zusammenhänge von Umwelt und Gesundheit gegenüber der Öffentlichkeit erklärt und verdeutlicht.

Das vollständige Programm der Tagung finden Sie hier.
Weitere Informationen finden Sie unter www.geo-union.de.

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