On the Far Side of the Marchlands - Ausstellung in der Schering Stiftung

 

Symposium “Kunst und Neurowissenschaft im Dialog"

Aus Anlass der Eröffnung der 55. Biennale in Venedig iniziiert die Association of Neuroesthetics, Berlin (AoN) am 31. Mai 2013 ein interdisziplinäres Symposium zwischen Kunst und Neurowissenschaften in der Peggy Guggenheim Collection unter dem Titel „Körperwahrnehmung, körperliche Kognition und Intersubjektivität". Im Zentrum des Symposiums steht das Werk des Künstlers Tino Sehgal. In Kooperation mit der AoN zeigt Sehgal am 30. Mai 2013 seine Arbeit „This Variation“ im Palazzetto Pisani in Venedig. Das Symposium wird von der Schering Stiftung unterstützt, da es den grundlegenden Dialog von Künstlern und Wissenschaftlern fördert.

Im Laufe des letzten Jahrzehnts wurde die Neurowissenschaft zu einem wichtigen Protagonisten in einem Dialog, welcher bisher eher von Vertretern der Geisteswissenschaften und der Künste geführt wurde. Themen wie die Beziehung zwischen Geist und Körper, Empathie und sozialem Verhalten sowie dem Bewusstsein bilden nun die Basis für neue neurowissenschaftliche Fragestellungen und dem daraus entstehenden interdisziplinären Dialog.

Das AoN-Symposium fokussiert sich auf das Werk von Tino Sehgal und weitet dadurch den interdisziplinären Dialog auf die zeitgenössische Kunst aus. In seiner künstlerischen Arbeit thematisiert Sehgal die Fragen der Körperwahrnehmung und der körperlichen Kognition, welche sich exemplarisch in seinem Werk „This Variation“ zeigen.

Charakteristisch sind choreografische Installationen deren Materialien die menschliche Stimme, Bewegung und Interaktion sind. Die Kunstwerke entstehen aus konstruierten Situationen zwischen dem Publikum und den Interpreten: Erst die Reaktion oder auch die Teilnahme des Betrachters ermöglichen erst die Entstehung der tatsächlichen Arbeiten. Deren Dokumentation oder Vervielfältigung ist nicht erlaubt und sie bestehen nur in der Erinnerung derer, die sie erlebt haben.

Im Rahmen des interdisziplinären Symposiums richten die eingeladenen Wissenschaftler aus den Bereichen Kunst und Neurowissenschaften in ihren Vorträgen ihren Blick auf die Arbeit von Tino Sehgal und diskutieren die unterschiedlichen Erkenntnisse.

Sprecher

Olaf Blanke
Gründungsdirektor Center for Neuroprosthetics, Bertarelli Foundation - Vorsitzender der Kognitiven Neuroprothetik an der Ecole Polytechnique Fédérale in Lausanne und Professor für Neurologie am Universitätsklinikum Genf, Schweiz

Bernard Blistène
Direktor des Departments für Kulturelle Entwicklung am Centre Pompidou, Paris, Frankreich

Alain Dagher
Neurologe am Montreal Neurological Institute, McGill Universität, Montreal, Kanada

Jörg Fingerhut
Humboldt-Universität zu Berlin / Universität Stuttgart, Deutschland

Vittorio Gallese
Professor für Humanphysiologie an der Universität Parma, Italien

Noah Hutton
Absolvent der Wesleyan Universität (Kunstgeschichte und Neurowissenschaft) und Gründer der Website “The Beautiful Brain”, USA

Caroline A. Jones
Direktorin der Sektion ‘Geschichte, Theorie und Kritik‘ am Department für Architektur am MIT, Cambridge; USA

Christine Macel
Gründungsmitglied der AoN und Chefkuratorin am Musée national d’art moderne – Centre Pompidou, Paris, Frankreich

Alva Noë
Schriftsteller und Philosoph, Berkeley und New York, USA

Daria Parkhomenko
Direktorin LABORATORIA Art&Science Space in Moskau, Russland

Andrea Pinotti
Lehrer im Fach Ästethik an der Universität von Milan, Italien

Sigrid Weigel
Direktorin des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung Berlin, Deutschland


Weitere Informationen zur Veranstaltung und zu den Sprechern finden Sie hier.

Das Symposium ist eine geschlossene Veranstaltung. Es wird gefördert von der Schering Stiftung, der Allianz Kulturstiftung und der ERES Stiftung.

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