On the Far Side of the Marchlands - Ausstellung in der Schering Stiftung

 

Science und Society Session: Engineering Life?

Was ist erforderlich für verantwortbare Forschung und Innovation
im Bereich der Synthetischen Biologie? Unabhängig davon, ob sie nun künftig „Leben konstruieren“ wird, wendet die Synthetische Biologie Konstruktionsprinzipien an, wo bisher die Evolution herrschte. Doch wo sieht sie die Grenzen von Design? Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigt sich die durch die Schering Stiftung ermöglichte Science und Society Session Engineering Life? Responsible Research and the Limits of Design am 23.06.2014 ab 18:30 Uhr im Schader-Forum, Darmstadt.

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Die europäische Forschungspolitik verlangt nach „verantwortbarer Forschung und Innovation”  Responsible Research and Innovation). Für die Synthetische Biologie gilt dies bereits für die noch frühe Phase ihrer Entwicklung. Statt die Dinge zu zerlegen und zu vereinfachen, um den Ansprüchen menschlichen Verstehens besser gerecht zu werden, baut sie Komplexität auf, um Ansprüche menschlicher Praxis zu decken. Doch wie wählt sie ihre Forschungsfragen aus und welche Werte leiten ihre Suche nach Lösungen? Wo sieht sie die Grenzen von Design? Wer sind die Forscher, die der Synthetischen Biologie in der Öffentlichkeit ein Gesicht geben? Und welche Interessen bestimmen die Entwicklung ihrer ersten kommerziellen Produkte? Was ist also erforderlich für verantwortbare Forschung und Innovation im Bereich der Synthetischen Biologie? Um diese Frage zu beantworten, müssen zwei Perspektiven zusammengebracht werden – diejenige von Governance, Forschungspolitik und ethischen Überlegungen, und diejenige der Forschung, ihrer Praxis und ihrer wirtschaftlichen Perspektiven.

Die Schering Stiftung fördert unter ihrem Förderschwerpunkt Wissenschaft die Durchführung von Science und Society Sessions (Schering Sessions) im Rahmen von wissenschaftlichen Konferenzen. Im Hintergrund steht die Überlegung, dass die Naturwissenschaften einen immer größeren Einfluss auf das Leben in unserer Gesellschaft haben und auch in der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen werden. Das verlangt von den Wissenschaftlern, sich mit den Konsequenzen ihrer Arbeit und deren Repräsentation in der Öffentlichkeit verstärkt zu befassen.
Die Science&Society Sessions befassen sich aus soziologischer, philosophischer, ethischer oder künstlerischer Perspektive mit den Naturwissenschaften und sollen Diskussionen anregen, die den Naturwissenschaftlern neue Blickwinkel auf ihre Arbeit und deren Außenwirkung eröffnen und zu neuartigen interdisziplinären Kooperation führen können.

Mehr Informationen zu den Sessions und zur Ausschreibung finden Sie hier.

 

Engineering Life? Responsible Research and the Limits of Design

23.06.2014 ab 18:30 Uhr im

Schader-Forum
Goethestr. 2
64285 Darmstadt

 

Programm

Programm als PDF

Begrüßung
Alexander Gemeinhardt, M.A., Vorstandsvorsitzender
der Schader-Stiftung

Vorträge
Dr. Dr. René von Schomberg, Europäische Kommission,
Generaldirektion für Forschung, Brüssel (in persönlicher
Eigenschaft)
Dr. James Philp, Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Direktion
Wissenschaft, Technologie und Industrie, Paris

Kommentare
Dr. Stephen van Dien, Genomatica Inc., Forschungsdirektor,
San Diego, CA, USA
Wolf-Michael Catenhusen, Stv. Vorsitzender des
Deutschen Ethikrats, Berlin

Moderator
Prof. Dr. Alfred Nordmann, Technische Universität
Darmstadt, Institut für Philosophie
Offene Diskussion und Get Together

 

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Eine Übersetzung ins Deutsche ist verfügbar.

 

Weitere Informationen unter: schader-stiftung.de