Daria Martin, Schering Stiftung Projektraum

 

Stammzellen als Chance – Realität und Perspektiven

Krebs- und neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer nehmen weltweit zu. Die Stammzellforschung weckt große Hoffnung bei Patienten: Doch wo steht sie wirklich? Bei der Therapie von Leukämien gehört die Blutstammzellen-Transplantation zum erfolgreichen Behandlungsrepertoire. Für andere Erkrankungen dienen Stammzellen als Modell in der Forschung oder werden als bedeutend für den Krankheitsverlauf, z.B. bei bestimmten Krebsarten, gehandelt. Anlässlich der 2. Internationalen Jahreskonferenz des German Stem Cell Network (GSCN) in Heidelberg werden am 5. November 2014 drei Stammzellforscher in einer öffentlichen Podiumsdiskussion ihre Forschung vorstellen und mit dem Publikum diskutieren.

Oligodendrozyten und Vorlauferzellen aus pluripotenten Stammzellen

„Stammzellen als Chance – Realität und Perspektiven“
Science & Society Session zur aktuellen Forschung in Labor und Klinik

Mittwoch, 5. November 2014
18:30 bis 20 Uhr, Einlass um 18 Uhr

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg

Eintritt ist frei


Patientenbericht

Frau A. hatte Lymphdrüsenkrebs. Als junge Frau und Mutter gaben ihr die Ärzte nur noch wenige Wochen zu leben – da fand sich ein Stammzellspender. Acht Jahre später erzählt sie von dem lebensrettenden Eingriff.

 

Diskussion mit drei Pionieren der Stammzellforschung:

  • Prof. Dr. Anthony D. Ho, Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik V am Universitätsklinikum Heidelberg, behandelt Leukämie-Patienten mit Blutstammzellen in Form von Knochenmarkstransplantationen. Er berichtet von seinem Forschungsfeld und der klinischen Umsetzung der Therapien.

 

  • Prof. Dr. Andreas Trumpp, Präsident des German Stem Cell Network (GSCN), Leiter der Abteilung Stammzellen und Krebs im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und Geschäftsführer des Heidelberger Instituts für Stammzelltechnologie und Experimentelle Medizin (HI-STEM gGmbH), untersucht Krebsstammzellen, um die Ursachen und den Verlauf von Krebserkrankungen immer genauer zu verstehen.

 

  • Prof. Dr. Magdalena Götz, Direktorin des Instituts für Stammzellforschung am Helmholtz Zentrum München und Inhaberin des Lehrstuhls für Physiologische Genomik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, erläutert, wie sie im erkrankten Gehirn gezielt Zellen zu Neuronen umbilden möchte.

 

Die Schering Stiftung fördert die Veranstaltung, da neue Forschungsansätze an die interessierte Öffentlichkeit getragen und diskutiert werden. Das Verständnis für wissenschaftliche Forschung wird gestärkt. Auch für das German Stem Cell Network ist der Dialog mit der Öffentlichkeit besonders wichtig. „Wir suchen den Kontakt zur Bevölkerung, da wir sowohl über den Stand und die Vielfalt der Stammzellforschung aufklären wollen. Unsere Forschungsfelder betreffen viele weitverbreitete Krankheiten und wir werden von dem Ziel angetrieben, dass unsere Forschungsergebnisse in der Zukunft Therapien ermöglichen können“, sagt Daniel Besser, Geschäftsführer des GSCN.

 

Mit der Veranstaltung endet die dreitägige Internationale Jahreskonferenz des German Stem Cell Network. In Heidelberg kommen vom 3. bis zu 5. November 2014 über 400 Wissenschaftler aus der Stammzellforschung zusammen, um sich auszutauschen und neueste Ergebnisse zu präsentieren. Die Jahreskonferenz bringt das weite Feld der Stammzellwissenschaftler in Deutschland zusammen.

Weitere Informationen

Stefanie Mahler, Referentin Kommunikation beim GSCN

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http://www.gscn.org/Conferences/2014/Home.aspx

 

Fotos:
©Life&Brain
©LEBAO,MHH

 

 





Zellmikroskopie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurzfilme über die drei Stammzellforscher