On the Far Side of the Marchlands - Ausstellung in der Schering Stiftung

 

SALTWATER: A Theory of Thought Forms. 14. Istanbul Biennale

02.09.2015, Istanbul | Die 14. Istanbul Biennale mit dem Titel SALTWATER: A Theory of Thought Forms (Salzwasser: Eine Theorie von Gedankenformen), kuratiert von Carolyn Christov-Bakargiev, zeigt vom 5. September bis 1. November 2015 Arbeiten von über 80 KünstlerInnen aus Afrika, Asien, Australien, Europa, dem Nahen und Mittleren Osten, Lateinamerika und Nordamerika an über dreißig Orten auf der europäischen und asiatischen Seite des Bosporus. Eine der Teilnehmerinnen ist Daria Martin, deren Projekt von der Schering Stiftung unterstützt wird. Ihr neuer Film At the Threshold (Auf der Schwelle) feiert auf der 14. Istanbul Biennale Premiere. In Dialog mit ihrer früheren Arbeit Sensorium Tests (2012) beschreibt At the Threshold die Konflikte und Einvernehmlichkeiten zwischen einem zu empathischen Paar und einer dritten Person, die in die sorgfältig austarierte Welt des Paares hineingerät.

Daria Martin, Standfoto von At the Threshold

Daria Martin (geb. 1973 in San Francisco) lebt als Künstlerin in London. Nach ihrem Studium der Geisteswissenschaften an der Universität Yale erwarb Martin 2000 ihren MFA an der Universität von Kalifornien in Los Angeles. Martins Arbeiten befassen sich u.a. mit den Bereichen Feminismus, Sinneswahrnehmungen, Mythologie und der sensorischen Nachempfindung von beobachteten Gefühlen (engl. „mirror-touch synaesthesia“). Ihre hauptsächlich auf 16 mm-Film gedrehten Arbeiten sind in namhaften Museen weltweit gezeigt worden, darunter im New Museum in New York, in der Tate Britain in London und im Stedelijk Museum in Amsterdam. Auf der 14. Istanbul Biennale stellt sie dem Publikum zwei ihrer Filme vor: Sensorium Tests (2012), das zum ersten Mal in Istanbul zu sehen sein wird, und At the Threshold (2015) als Weltpremiere.

SALZWASSER: Eine Theorie der Gedankenformen. Die von Carolyn Christov-Bakargiev konzipierte 14. Istanbul Biennale ist eine über die ganze Stadt und an den Ufern des Bosporus verteilte Ausstellung über unterschiedliche Wellenfrequenzen und -muster sowie die sichtbaren und unsichtbaren Wasserströme und -dichten, welche die Welt poetisch und politisch ständig neu formen. Die Ausstellung nähert sich dem Bild und der Bedeutung von Wellen – von Wellen im Wasser, aber auch Wellen von Menschen, Gefühlswellen und Erinnerungswellen. Dazu Carolyn Christov-Bakargiev: „Salzwasser ist fast überall auf der Welt zu finden; es hält uns buchstäblich am Leben. Gleichzeitig stellt Salzwasser die größte Bedrohung für das digitale Zeitalter dar: lässt man sein Smartphone ins Salzwasser fallen, wird das Telefon aufgrund chemisch-molekularer Veränderungen unbrauchbar. Besucher der 14. Istanbul Biennale werden ziemlich viel Zeit auf dem Salzwasser verbringen. Das Unterwegssein zwischen den Veranstaltungsorten, vor allem auf den Fähren, wirkt entschleunigend, auch was die Kunsterfahrung angeht. Und außerdem ist es sehr gesund: Salzwasser unterstützt die Heilung von Atemproblemen und vielen anderen Krankheiten und beruhigt die Nerven.“

SALZWASSER: Eine Theorie der Gedankenformen. Die 14. Istanbul Biennale

5. September bis 1. November 2015
Istanbul

Pressekonferenz: 2. September 2015, 10:00 Uhr
Özel İtalyan Lisesi (Italienisches Gymnasium)

Vorbesichtigung für Fachbesucher: 3.–4. September 2015

Mehr Informationen: Istanbul Foundation for Culture and Arts (İKSV)

Abbildung:

Daria Martin: Production still from "At the Threshold" (16 mm film, 17.5 minutes, 2014-2015). Photography by Thierry Bal.

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