Ivana Franke

 

Symposium: On Intelligence

02.03.2016, Berlin / Basel | Intelligenz: Was ist das? Lange Zeit sprach man vom Unterschied zwischen Theorie und Praxis in der Kunst. Seit vielen Jahren versuchen wir zu begreifen, auf welche Weise sich Kunst von der Rolle unterscheidet, die sie in unserer Gesellschaft spielt. Der Begriff „Künstlerische Forschung“ wurde etabliert, um deutlich zu machen, dass Künstler nicht nur Objekte oder Performances produzieren oder sich in einem gegebenen Medium bewegen, sondern „Forschung“ als Kunstpraxis betreiben. Doch schon bald bezeichnete dieser Begriff nur noch eine neue Form akademisch-wissenschaftlicher Aktivität, die eben von Künstlern betrieben wurde. Vom 21. bis 23. März 2016 setzt sich das Symposium „On Intelligence“ am Institut Kunst in Basel damit auseinander, auf welche Weise Künstler heute ihre Arbeit mit grundlegenden Fragen verknüpfen: Was ist Leben? Wie lässt sich die Zukunft durch Erfahrung gestalten und wie definiert Kunst die Erfahrung auf völlig neue Weise?

Mike Alonzo

 

Nabil Ahmed

Das Symposium ist eine geschlossene Veranstaltung. Interessierte sind jedoch herzlich zu dem öffentlichen Vortrags- und Diskussionsabend am 22. März, von 18:30 Uhr bis 20 Uhr, eingeladen. Mike Alonzo, Postdoktorand bei der NASA, und Nabil Ahmed, Künstler, Autor und Kurator, sprechen zum Thema: Spatial justice at the threshold: sensing ecological conflict and more-than-human rights.

Interessierte können sich bei Frau Marion Ritzmann anmelden: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Das Symposium ist Teil des Lehrstuhl-Programms “The Next Society” am Institut Kunst in Basel. Ziel des Lehrstuhls ist es, die Gesellschaft der Zukunft neu zu denken – jenseits der herkömmlichen Vorstellungen aus Kunstgeschichte und Kunsttheorie. Unterschiedliche Vorstellungen von Forschung und ein neues Verständnis von Form, Entwicklung und Ursache in den Wissenschaften und den Künsten sollen zueinander in Beziehung gesetzt und die funktionale Trennung der Disziplinen aufgehoben werden. Das Programm strebt eine Annäherung an wissenschaftliche Fragestellungen und Ideen innerhalb des Bereichs der Künste an und möchte eine kontinuierliche Beziehung zwischen den Künsten und den Wissenschaften aufbauen. Denn die Forschungsdiskussionen über Emotionen und das Gehirn, über die Bedeutung der Genetik für die Erinnerung, über die Ursprünge des Kosmos – sie alle betreffen nicht nur Wissenschaftler sondern auch Künstler. Um die Ziele des Programms zu erreichen und den Austausch von Wissenschaft und Kunst zu intensivieren, werden im Rahmen des Lehrstuhls Seminare, Days-with-a-Scientist, Tage der Wissenschaft und eine öffentliche Vortragsreihe angeboten.

Die Schering Stiftung ermöglicht die Professur „The Next Society“ in der Überzeugung, dass Grenzen zwischen den Disziplinen sowohl künstlerische als auch wissenschaftliche Forschung behindern. In der Neugierde auf das Andere, mit offenem Blick über die eigene Disziplin hinaus, kann etwas Neues entstehen. Mit „The Next Society“ entstehen neue Kommunikations- und Lehrformen, die das Potenzial haben, als Vorbild für andere Kunsthochschulen zu dienen.


Projektraum

Anschrift: Unter den Linden 32-34 | 10117 Berlin Öffnungszeiten während der Ausstellungen:Donnerstag – Montag, 13–19 Uhr | Eintritt frei Seit 2009 zeigt die Schering Stiftung im ...

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