Daria Martin, Schering Stiftung Projektraum

 

Ausschreibung: Auf dem (Bild)schirm: Computational Neuroscience im Blickwinkel der Kunst

12.07.2017, Berlin | Wie verarbeitet unser Gehirn Informationen? Wie können wir lernen und erinnern? Und wie kann man mit einem Computermodell unser Gehirn simulieren? Das sind einige der Fragen, mit denen sich die Computational Neurosciences befassen. Das Forschungsfeld nährt sich aus unterschiedlichen Fachrichtungen, wie Biologie, Mathematik, Physik, Medizin, Informatik, Ingenieurswissenschaften und Psychologie. Unter dem Motto “Auf dem (Bild)schirm: Computational Neuroscience im Blickwinkel der Kunst“ möchte das Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience mit einer Science & Society Session auf der Bernstein Konferenz 2018 in Berlin eine Brücke zur allgemeinen Öffentlichkeit bauen.

KünstlerInnen weltweit sind eingeladen innovative Konzepte einzureichen und sich aus ihrer künstlerischen Perspektive mit aktuellen Forschungsfragen der Computational Neuroscience auseinanderzusetzen.

Bernstein_Artist Call

Die künstlerische Annäherung soll den Dialog über philosophische, ethische und soziokulturelle Aspekte der Computational Neuroscience entfachen. Im Idealfall wirft das Konzept auch ein neues Licht auf die Sichtweisen der eigenen Forschung innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft. Mögliche Ansatzpunkte sind die Chancen und Risiken von Gehirn-Computer Schnittstellen, der Neurorobotik, autonomen Fahrzeugen, intelligenten Netzwerken, künstlicher Intelligenz oder Big Data.

Den künstlerischen Strategien werden keine Grenzen gesetzt. Von der bildenden Kunst, über digitale Kunst bis hin zu Hybridformen aus analogen, digitalen oder biomedialen Formen darf in jede Richtung gearbeitet werden – vorausgesetzt die künstlerische Auseinandersetzung enthält interaktive Elemente.

Das Projekt

Der/ die ausgewählte KünstlerIn tauscht Ideen und Sichtweisen mit Forschungsgruppen aus dem Bernstein Netzwerk aus und erhält einen Einblick in den wissenschaftlichen Zugang der Forscher. Der/ die KünstlerIn sollte eine künstlerische Auseinandersetzung entwickeln, die auf der Bernstein Konferenz 2018 in Berlin (25.-28. September 2018) präsentiert wird. Er/ sie verpflichtet sich aktiv an der Podiumsdiskussion teilzunehmen an der auch die involvierten ForscherInnen, sowie ExpertInnen aus den Fachrichtungen Kunstgeschichte, Philosophie und Ethik teilnehmen. Der/ die KünstlerIn soll während der gesamten Dauer der Bernstein Konferenz anwesend und für die allgemeine Öffentlichkeit, die Presse und die wissenschaftlichen Teilnehmer ansprechbar sein.

Der/ die ausgewählte KünstlerIn erhält ein Preisgeld in Höhe von 7.000 Euro inklusive Material- und Reisekosten sowie 50 Ausgaben des finalen Katalogs zum Projekt. Darüber hinaus erhält der Künstler/ die Künstlerin Zugang zu Laboren, Vorlesungen und Vorträgen sowie zu örtlichen Bibliotheken und wissenschaftlichen Publikationen.

Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 31. August 2017 (per E-Mail).

Eine hochrangige Jury entscheidet über die Einreichungen. Mitglieder sind Joerg Fingerhut, Michael John Gorman, Benedikt Grothe, Jens Hauser, Daniel S. Margulies, Ingeborg Reichle und Alexandra Stein.

Weitere Information über das Programm und den Bewerbungsprozess finden Sie auf der Website des Bernstein Network Computational Neuroscience.

Foto: 123RF/ Galina Peshkova


Stiftung

Die unabhängige und gemeinnützige Schering Stiftung wurde 2002 durch die Schering AG, Berlin, gegründet und dient der Förderung von Wissenschaft und Kultur ...  

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