Daria Martin, Schering Stiftung Projektraum

 

Salon der Komischen Oper Berlin und der Schering Stiftung

18.10.2017, Berlin | Theorie trifft auf Unterhaltung und Kunst auf Wissenschaft. Die Komische Oper Berlin und die Schering Stiftung veranstalten auch in dieser Spielzeit in loser Anbindung an den aktuellen Spielplan vier abendliche Salongespräche mit renommierten WissenschaftlerInnen zu Themen, die gleichermaßen Wissenschaft und Opernwelt bewegen. Diskussionen in entspannter Atmosphäre, variierende Gesprächsdramaturgien und künstlerische Interventionen verwandeln das Foyer der Komischen Oper Berlin in einen Salon des 21. Jahrhunderts. Mit dem Salon setzen die Komische Oper Berlin und die Schering Stiftung ihre erfolgreiche Kooperation der letzten drei Spielzeiten fort.

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Themen, Tickets & Termine

Komische Oper Berlin
Behrenstraße 55-57 | 10117 Berlin

Karten zu 12 EUR / 8 EUR ermäßigt erhalten Sie über den Ticketverkauf der Komischen Oper.

pdf Programmflyer zum Download

Mo, 13.11.2017, 19:30 Uhr
„Performing yourself?“
Zur Selbstinszenierung im Alltag

Die Selbstdarstellung gehört zu den anthropologischen Konstituenten des menschlichen Daseins: Die Mächtigen haben sich immer schon als mächtig inszeniert; die Reichen als reich, die Jugendlichen als jugendlich, die Religiösen als religiös. Erfolgt die Selbstdarstellung nach vorgegebenen Regeln? Wie steht es heute – im Zeitalter von Facebook, Twitter und Instagram – um die Repräsentation des Selbst? Erlebt sie eine neue Konjunktur durch die social media?

GÄSTE Prof. em. Dr. Gunter Gebauer (Anthropologe, Sprach- und Sozialphilosoph, FU Berlin), Prof. Dr. Wolfgang Engler (Philosoph und Kultursoziologe, Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin)

MODERATION Ulrich Lenz, Rainer Simon

Dieser Salonabend gehört zum Expanded Programme der Berlin Science Week 2017.

Mo, 12.02.2018, 19:30 Uhr
„Wohin mit der Demokratie?“
Zur Zukunft einer uralten Staatsform

Was meinen wir eigentlich, wenn wir vom „Ende der Demokratie“ sprechen? Und welche Bedeutung hat die globale Digitalisierung für die Demokratie – Heilsversprechen oder Albtraum? Das Internet bietet weitreichende Möglichkeiten für jede*n, den eigenen Willen auszudrücken, aber auch Müssen zu mobilisieren. Lassen sich durch digitale Medien neue Formen der Demokratie denken, die mehr Menschen Mitspracherecht einräumen als je zuvor in der Menschheitsgeschichte? Oder droht gar die Diktatur des Online-Kollektivs, der „digitale Maoismus“ (Jaron Lanier)? Was können wir aus der Geschichte über erfolgreiche Demokratien lernen und welche Zukunftsvisionen für eine neue Form der »besten aller möglichen« Gesellschaftsordnungen entwerfen?

GÄSTE Prof. Dr. Jeanette Hofmann (Expertin für Internetpolitik, Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft), Prof. Dr. Volker Gerhardt, (Rechts- und Sozialphilosoph, HU Berlin)

MODERATION Johanna Wall

 

Mo, 23.04.2018, 19:30 Uhr
„Mikro, Makro, Markt?“
Zu den Auswirkungen einer globalisierten Marktwirtschaft

„It’s the economy, stupid!“, war der Slogan des US-Präsidentschaftskandidaten Bill Clinton im Jahr 1992. Gemeint war die Bedeutung ökonomischer Prozesse für alle Bereiche der Gesellschaft. Den einen gilt der Markt als bestmögliche Steuerung moderner Staaten, anderen ist er das Übel schlechthin. Man redet von der Macht und Sensibilität der Märkte, von freiem und fairem Handel. Das aktuelle Wirtschaftssystem des „entfesselten Kapitalismus“ steht in der Kritik. Aber wie genau funktioniert „das System“ eigentlich? Lässt es sich mit den Ideen der Gerechtigkeit überhaupt in Einklang bringen? Verträgt sich freies Wirtschaften mit einer freien Gesellschaft?

GÄSTE Prof. Dr. Heiner Flassbeck (freier Wirtschaftsforscher und Publizist), N.N.

MODERATION Simon Berger

 

Mo, 04.06.2018, 19:30 Uhr
„Holozän oder Anthropozän?“
Zur Bedeutung des Menschen in der Natur

Ob Klimawandel oder Verschwinden des Ozonlochs, ob Artensterben oder die Rückkehr des Wolfes – egal, um welche Naturereignisse es geht, schnell sehen wir die Menschheit in einem unmittelbaren Kausalzusammenhang zum jeweiligen Naturereignis. Nicht ohne Grund benennen GeologInnen das jüngste Erdzeitalter nach dem Menschen: Anthropozän. Doch sind wir tatsächlich so wichtig, so zentral für die biologischen, geologischen und atmosphärischen Veränderungen auf dieser Welt? Sind unser Reden über und unser Handeln in der Natur womöglich nur Ausdruck jenes Anthropozentrismus, der seit dem Mittelalter das westliche Denken prägt? Welche Konsequenzen hat es, ihn in Frage zu stellen?

GÄSTE Prof. em. Dr. Wolfgang Welsch (Anthropologe und Kulturphilosoph, Universität Jena), Prof. Dr. Reinhold Leinfelder (Paläontologe und Geobiologe, FU Berlin)

MODERATION Heike Catherina Mertens und Rainer Simon

 

Fotos: Jan Windszus Photography

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die unabhängige und gemeinnützige Schering Stiftung wurde 2002 durch die Schering AG, Berlin, gegründet und dient der Förderung von Wissenschaft und Kultur ...  

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