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Unboxing Photographs. Arbeiten im Fotoarchiv

15.01.2018, Berlin | Vom 16. Februar bis zum 27. Mai 2018 zeigen die Staatlichen Museen zu Berlin in der Kunstbibliothek im Kulturforum die Ausstellung „Unboxing Photographs. Arbeiten im Fotoarchiv“. Das Projekt, das von der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek und der Antikensammlung, beide Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, zusammen mit der Photothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz – Max-Planck-Institut und dem Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin entwickelt wurde, will alternative Möglichkeiten der Präsentation von Fotografien ausloten und ihren dreidimensionalen Charakter herausstellen.

Unboxing Photographs, Negativfilme, Hahne-Niehoff-Archiv, HU Berlin

„Unboxing Photographs. Arbeiten im Fotoarchiv“ öffnet die Schachteln von vier Foto-Archiven und zeigt die materielle Vielfalt von Fotografien als dreidimensionale Objekte: vom Glasplattennegativ über den Kleinbildfilm bis zum Abzug auf Albumin- oder Silbergelatinepapier. Diese Foto-Objekte werden in die Hand genommen, gedreht und gewendet, beschriftet, beschnitten, gerahmt, in Alben geklebt, ausgedruckt und verschickt oder ins Internet gestellt. Auch Kontaktabzüge, Erfassungsbögen, Trägerkartons, Karteikarten und natürlich auch der Bildschirm sind Bestandteil eines Foto-Objekts beziehungsweise bilden es.

Seit dem 19. Jahrhundert arbeiten Archäologie, Ethnologie und Kunstgeschichte mit Fotografien und sammeln diese in Archiven. Dort werden sie bearbeitet und geordnet – und damit überhaupt erst zu benutzbaren Dokumenten für die Wissenschaft gemacht. Diese Handlungen ändern ihre physische Beschaffenheit und hinterlassen Spuren. Daher sind Fotografien weder objektiv noch zeitlos. Sie als Objekte – und nicht nur als Bilder – ernst zu nehmen, erlaubt es, ihre vielfältigen Geschichten zu erzählen. Die Ausstellung hinterfragt gängige wie disziplinäre Wahrnehmungs- und Darstellungskonventionen von Fotografien, wie das Hängen in Passepartouts in Museen, und erprobt neue Möglichkeiten der Gestaltung. Die Arbeit mit Foto-Objekten steht auch im Zentrum der in die Schau integrierten künstlerischen Interventionen von JUTOJO, Ola Kolehmainen, Joachim Schmid, Elisabeth Tonnard und Akram Zaatari.

Unboxing Photographs. Arbeiten im Fotoarchiv

Ausstellungseröffnung: 15. Februar 2018, 19 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 16. Februar - 27. Mai 2018

Ausstellungsraum der Kunstbibliothek im Kulturforum
Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin

Eine Ausstellung des Verbundprojekts „Foto-Objekte – Fotografien als (Forschungs-) Objekte in Archäologie, Ethnologie und Kunstgeschichte“, Photothek des Kunsthistorischen Instituts in Florenz – Max-Planck-Institut / Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek und Antikensammlung, beide Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz / Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, von der Schering Stiftung sowie dem Verein der Freunde der Antike auf der Museumsinsel Berlin e. V.

Abbildungen:

Abb. 1: Kasten Nr. 5 mit Negativfilmen des Hahne-Niehoff-Archivs, Institut für Europäische Ethnologie, Humboldt-Universität zu Berlin

Abb. 2: Nicht identifizierter Fotograf, Acht Spiegelrahmen, Silbergelatinepapier auf Karton, Nachlass Elia Volpi, um 1900, Kunsthistorisches Institut in Florenz – Max-Planck-Institut
Unboxing Photographs, Nachlass Elia Volpi, Kunsthistorisches Institut in Florenz - Max Planck Institut

Stiftung

Die unabhängige und gemeinnützige Schering Stiftung wurde 2002 durch die Schering AG, Berlin, gegründet und dient der Förderung von Wissenschaft und Kultur ...  

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