Philipp Lachenmann: DELPHI Rationale

 

“Young Investigator Fund” für Cordelia Imig

11.04.2018, Berlin | Warum haben wir Schmetterlinge im Bauch oder wird uns schlecht vor einer wichtigen Prüfung? Der Informationsaustausch zwischen unserem Verdauungstrakt und dem Gehirn spielt eine wichtige Rolle bei der Steuerung unseres Verhaltens. Bestimmte Zellen im Darm, sogenannte enteroendokrine Zellen, setzen Hormone frei, die als Botenstoffe an der Kommunikation entlang der Darm-Hirn-Achse beteiligt sind. Wie die Hormonsekretion aus enteroendokrinen Zellen jedoch genau stattfindet, ist bisher so gut wie unbekannt. Die Nachwuchswissenschaftlerin Dr. Cordelia Imig vom Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen möchte daher in einem Forschungsprojekt Eiweißbausteine identifizieren, die als Teil der sog. „Freisetzungsmachinerie“ die Hormonsekretion in enteroendokrinen Zellen vermitteln. Die Ergebnisse werden dazu beitragen, die hormonellen Signalwege, welche wichtige Körperfunktionen regulieren und bei der Entstehung einer Vielzahl von Erkrankungen, wie z.B. der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus, eine Rolle spielen, besser zu verstehen. Für das Projekt erhält Frau Dr. Imig eine Anschubfinanzierung der Schering Stiftung im Rahmen des Förderprogramms „BOOST – Young Investigator Fund for Innovative Research Ideas“.

Cordelia Imig

Über Cordelia Imig

Cordelia Imig forscht als Neurowissenschaftlerin am Max-Planck-Institut (MPI) für experimentelle Medizin in Göttingen. Sie studierte Biologie (B.Sc.) an der Philipps-Universität Marburg und absolvierte anschließend den internationalen Studiengang „Neurowissenschaften“ (M.Sc.) an der Georg-August-Universität Göttingen. Sie promovierte 2013 im Rahmen der „IMPRS for Neurosciences“ und der „Göttinger Graduiertenschule für Neurowissenschaften, Biophysik und Molekulare Biowissenschaften (GGNB)“ am MPI für experimentelle Medizin bei Nils Brose.

Über das Förderprogramm

Die Schering Stiftung unterstützt erfolgsversprechende Forschungsideen junger WissenschaftlerInnen mit einer Anschubfinanzierung. Gefördert werden Projekte aus dem Bereich der biochemischen, neurowissenschaftlichen oder immunologischen Grundlagenforschung mit biomedizinischer Implikation, die mit den vorhandenen Mitteln und Ressourcen nicht umgesetzt werden können und für die mangels Vorarbeiten noch keine anderweitige Finanzierung beantragt werden kann. Die Anschubfinanzierung schafft damit die Voraussetzung für einen anschließenden DFG-Antrag oder eine vergleichbare Förderung. Das Programm richtet sich explizit an hoch motivierte NachwuchswissenschaftlerInnen, die nach wissenschaftlicher Selbständigkeit streben und eigene Forschungsideen verwirklichen möchten. Die Schering Stiftung stellt für dieses Förderprogramm Mittel in Höhe von insgesamt 120.000 € zur Verfügung. Im Jahr 2017 hat die Schering Stiftung mehr als 120 Bewerbungen für das Programm erhalten. Zwei Wissenschaftlerinnen wurden zur Förderung ausgewählt.

Das Programm wird im Jahr 2018 in Kooperation mit der Fritz-Thyssen-Stiftung fortgeführt. Die Ausschreibung erfolgt in einigen Wochen.


Stiftung

Die unabhängige und gemeinnützige Schering Stiftung wurde 2002 durch die Schering AG, Berlin, gegründet und dient der Förderung von Wissenschaft und Kultur ...  

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