Philipp Lachenmann: DELPHI Rationale

 

Dem Magenkrebs auf der Spur – Untersuchungen an Magenorganoiden

02.05.2018, Berlin | Magenkrebs ist die dritthäufigste Ursache für Krebstodesfälle. Ein großer Teil dieser Fälle kann Infektionen mit einem von zwei Erregern zugeschrieben werden: Helicobacter pylori und Epstein-Barr-Virus. Derzeit ist nicht klar, wie diese beiden Erreger Krebs verursachen und warum einige Patienten an Krebs erkranken, während andere gesund bleiben. Mit menschlichen Magenorganoiden aus Patientengewebe untersucht die Arbeitsgruppe von Dr. Sina Bartfeld am Zentrum für Infektionsforschung der Universität Würzburg die Wirkung der Erreger auf die Magenzellen, um Risikofaktoren besser zu identifizieren und neue Therapien gegen Magenkrebs entwickeln zu können. Über ihre Forschung spricht Frau Dr. Bartfeld am 3. Mai 2018, um 16 Uhr, am Integrativen Forschungsinstitut für Lebenswissenschaften (IRI Life Sciences) der HU Berlin. Mit ihrem Vortrag „Infection, inflammation and cancer in the GI tract - stem cell-derived organoids as model“ macht sie den Auftakt des IRI-Schering-Kolloquiums „Organoids – Life in 3D“, das am IRI Life Sciences im Sommersemester angeboten wird.

Sina Bartfeld

IRI-Schering-Kolloquium „Organoids – Life in 3D“

Organoide sind stark vereinfachte Miniaturvarianten echter Organe, die im Labor gezüchtet werden. Sie bestehen aus unterschiedlichen, organspezifischen Zelltypen, die sich zu einer funktionellen Einheit formieren und teilweise die Aufgaben eines echten Organs übernehmen. Das vielfältige Anwendungspotenzial von Organoiden liegt in der Modellierung von Krankheiten und Medikamententests zur Therapieentwicklung. Zukünftig können Organoide Tiermodelle ablösen.

Im Sommersemester 2018 lädt das IRI Life Sciences zu dem Kolloquium „Organoids – Life in 3D“ ein. Angeboten werden fünf Vorträge internationaler Wissenschaftler, die verschiedene Forschungsansätze und Anwendungsbereiche von Organoiden in der Infektions-, Krebs- und Gehirnforschung aufzeigen. Zusätzlich zu den Diskussionen im Rahmen des Vortrags erhalten NachwuchswissenschaftlerInnen die Möglichkeit, in Einzelgesprächen über ihre eigenen Forschungsarbeiten zu sprechen und sich Anregungen zu holen. Die Schering Stiftung fördert das Kolloquium, da es wichtige Aspekte der lebenswissenschaftlichen Grundlagenforschung aufgreift und zur disziplinenübergreifenden Vernetzung Berliner Wissenschaftler anregt.

Das IRI-Schering-Kolloquium richtet sich an Studierende, Promovierende und Forscher. Auch die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Die Vorträge finden in englischer Sprache statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Integratives Forschungsinstitut für Lebenswissenschaften
Michaelis-Gebäude 18 | Maud-Menten-Saal (3. Etage)
Philippstr. 13 | 10115 Berlin

pdf Programmflyer zum Download

03.05.2018
Sina Bartfeld (Universität Würzburg)
Infection, inflammation and cancer in the GI tract – stem cell-derived organoids as model

07.06.2018
Thi-Phuong Tao (TissUse GmbH Berlin)
Multi-organ-chip technology: a novel approach to predictive substance testing

05.07.2018
Marc Leushacke (A*Star IMB Singapore)
Tba

06.09.2018
Jarno Drost (Princess Máxima Center Utrecht)
Organoids in cancer research

11.10.2018
Joshua Bagley (IMBA Wien)
Using brain organoids to study human interneuron migration

IRI-Colloquium_Organoids_SoSe_2018

Stiftung

Die unabhängige und gemeinnützige Schering Stiftung wurde 2002 durch die Schering AG, Berlin, gegründet und dient der Förderung von Wissenschaft und Kultur ...  

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