Ivana Franke

 

Wissenschaftliche Symposien 2016

Science & Society Session “Ethical Dimensions in Clinical Trials”

29.09.2016, Berlin | Armutsbezogene Erkrankungen und vernachlässigte Tropenerkrankungen verursachen weiterhin erhebliche Gesundheitsprobleme mit enormen gesellschaftlichen Folgen. Neue Strategien und Forschungsansätze zur Bekämpfung werden dringend benötigt. Klinische Studien zur Erforschung und Entwicklung neuartiger Medikamente und Impfstoffe sind dafür unabdingbar. Diese Studien werfen jedoch auch ethische Fragen auf, etwa mit Blick auf die Bezahlung und ein potenzielles Infektionsrisiko von Probanden in den Entwicklungsländern. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Academy of Science of South Africa (ASSAf) und das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie (MPI-IB) richten am 24. Oktober 2016 mit Unterstützung der Schering Stiftung eine Science & Society Session im MPI-IB in Berlin aus, um diese ethischen Dimensionen klinischer Studien mit deutschen und afrikanischen Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu diskutieren.

(c) Leopoldina

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Volkskrankheit Lungenentzündung

01.09.2016, Berlin | Die ambulant erworbene Lungenentzündung (Community-Acquired Pneumonia – CAP) ist eine Volkskrankheit, die in der gleichen Liga wie Herzinfarkt und Schlaganfall spielt. In Deutschland müssen jährlich 240.000 Patienten wegen einer CAP ins Krankenhaus, wovon 12 % versterben. Damit kommen jährlich sieben Mal mehr Menschen durch CAP zu Tode als durch einen Verkehrsunfall. Weltweit betrachtet versterben mehr Kinder bis zum Ende des fünften Lebensjahres an CAP als an Malaria, HIV und Masern zusammen. Diesem Thema widmet sich am 16. September 2016 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften die öffentliche Science & Society Session „Community-Acquired Pneumonia“.

3D-Spektral Imaging von lebenden menschlichen Lungenalveolen (© Andreas Hocke)

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Gehört die Zukunft dem künstlichen Leben? – Die Versprechen der Xenobiologie

26.04.2016, Berlin | Die synthetische Biologie wird als ein aufregendes neues Fachgebiet gefeiert, das uns tiefere Einblicke in das „Funktionieren“ lebender Systeme ermöglicht. Dazu nehmen Forscher weitreichende Manipulationen an der DNA von Organismen vor. Heutzutage erscheint es sogar möglich, längst ausgestorbene Arten wie das Wollhaarmammut mithilfe von rekonstruierten DNA-Proben wieder zum Leben zu erwecken. Die Xenobiologen gehen sogar noch weiter: Ihr Ziel ist es, künstliches Leben nicht aus natürlicher DNA, sondern aus synthetischen Chemikalien zu erschaffen. Derartige neue Möglichkeiten der Biologie versprechen bahnbrechende Lösungen für drängende globale Probleme, werfen aber auch eine Reihe von Fragen auf: Welche Auswirkungen haben sie für Umwelt und Gesellschaft, und wie verändern sie unsere Vorstellungen und unser Denken über die Biodiversität, die Evolution und das Leben an sich? Am 25. Mai 2016 versammelt eine interdisziplinäre Science & Society Session an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) renommierte Experten Xenobiologie und Wissenschaftsphilosophie, um diese und andere Fragen rund um das durch Menschen geschaffene Leben zu diskutieren.

Mammut_Flyer

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