Daria Martin, Schering Stiftung Projektraum

 

Wissenschaft & Kunst

Der Dialog zwischen den Disziplinen – insbesondere zwischen den Naturwissenschaften und der Bildenden Kunst – hat seit einigen Jahren Konjunktur. Vor allem Wissenschaftseinrichtungen haben die Kunst als Medium entdeckt, über das ihr spezialisiertes Wissen einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu vermitteln ist. Die Schering Stiftung ist jedoch weniger an der Wissenschaftskommunikation als an einem grundlegenden Dialog von Künstlern und Wissenschaftlern gelegen und hat hierzu bereits 2005 das Forum Wissenschaft und Kunst ins Leben gerufen. Dabei geht es sowohl um den Austausch von Methoden und Arbeitsweisen wie um den inhaltlichen Dialog zu gesellschaftlich relevanten Fragen.

Darüber hinaus hat die Stiftung 2009 den Projektraum für Kunst und Wissenschaft Unter den Linden eröffnet, der als Plattform für Ausstellungen, Vorträge und Workshops an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst dient. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Präsentation von "Kunst als Forschung".


Die Hungerkunst. Eine Krankheit zwischen Rausch und Abgrund

09.11.2017, Berlin | Ist der durchtrainierte und schlanke Körper in Zeiten der Selbstoptimierung und Sozialkontrolle das Maß aller Dinge? Wie stark ist der Einfluss der Medien auf unser Idealbild vom Körper? Wann wird unser Essverhalten krankhaft? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich das von der Schering Stiftung und der Leibniz-Gemeinschaft veranstaltete Symposium „Die Hungerkunst. Eine Krankheit zwischen Rausch und Abgrund“ am 8. Dezember 2017 von 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr in der Berliner Geschäftsstelle der Leibniz-Gemeinschaft. Das Symposium beschäftigt sich aus neurobiologischer, medizinischer, psychologischer, kultureller und künstlerischer Perspektive mit dem bewussten Hungern.

Daria Martin, A Hunger Artist, still, HD film, 16 minutes, 2017, © Daria Martin, courtesy Maureen Paley, London

Leibniz-Gemeinschaft

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KLAS-Workshop „AESTHETICS get SYNTHETIC“

17.10.2017, Berlin | Im Rahmen des „Artist-in-Residence“-Programms KLAS laden die Max-Planck-Institute für Kolloid- und Grenzflächenforschung und für Molekulare Pflanzenphysiologie die interessierte Öffentlichkeit zum ersten KLAS-Workshop mit dem Titel „AESTHETICS get SYNTHETIC: Knowledge Link through Art & Science“. Der Workshop bietet Forschern und Praktikern die Gelegenheit, gemeinsam über Inhalte, Ansätze und Methoden der Zusammenarbeit zwischen Synthetischer Biologie und künstlerischer Forschung zu diskutieren und reflektieren. Der Workshop findet am 27. und 28. November 2017 im Zentralgebäude des Max Planck Campus in Potsdam-Golm statt. Anmeldung unter: https://klas.mpikg.mpg.de/workshop/

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Perspektivisomorphe – ein experimentell-künstlerischer Zugang als Theorieansatz in der Organischen Chemie

04.10.2017, Berlin | In einem neuen Projekt an der Justus-Liebig-Universität Gießen kommt es zu einer ungewöhnlichen interdisziplinären Begegnung zwischen Bildender Kunst und Organischer Chemie. Die Erkenntnisweisen der beiden Disziplinen überkreuzen sich in einem experimentellen Forschungssetting: Als konzeptkünstlerisches Projekt begriffen, werden Skulpturen mit den Werkzeugen der Chemie in der Größe eines Moleküls modelliert. Ein Erkenntnisprinzip der Kunst wiederum, die sog. Zentralperspektive, wird auf den chemischen Analyserahmen übertragen.

Propin und Acetonitril

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“Artist-in-Residence”-Programm KLAS gestartet

14.07.2017, Berlin | Die Max-Planck-Institute für Kolloid- und Grenzflächenforschung und Molekulare Pflanzenphysiologie laden erstmalig innerhalb des Artist-in-Residence Programms KLAS - “Knowledge Link through Art and Science” zeitgenössische KünstlerInnen ein, eigene Projekte an den Standorten Wissenschaftspark Potsdam-Golm und der Universität in Groningen (Niederlande) zu entwickeln. Eine renommierte Jury hat die Künstlerin Agnes Meyer-Brandis (Deutschland) sowie das Künstlerduo Otavio Schipper und Sergio Krakowksi ausgewählt, die nun zusammen mit Wissenschaftlern der beteiligen Institute innerhalb des stark diskutierten Forschungsfeldes der synthetischen Biologie arbeiten können.

KLAS_Logo

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Symposium: Towards a Phenomenology of the Unknown

01.06.2017, Berlin | Am 27. Juni 2017 veranstaltet die Schering Stiftung in Kooperation mit SAVVY Contemporary e.V. das Symposium „Towards a Phenomenology of the Unknown“ in der Kuppelhalle in Berlin. Ziel des Symposiums ist es, die Seherfahrung des „Unbekannten“ auf phänomenologischer Ebene auszuloten und gleichzeitig ihr transformatives Potenzial zu beleuchten. Das Symposium ist Teil des Projekts „Retreat into Darkness. Towards a Phenomenlogy of the Unknown“ (Rückzug in die Dunkelheit. Annäherung an eine Phänomenologie des Unbekannten) der in Berlin lebenden Künstlerin Ivana Franke. Mit Ivana Franke, Bilge Sayim (Forschungsprofessur Vision Science), Elena Agudio (Kuratorin und Kunsthistorikern), Patricia Reed (Künstlerin und Autorin), Jimena Canales (Wissenschaftshistorikerin) und Sylvia Pont (Leiterin des Perceptual Intelligence Lab in Delft).

Ivana Franke, Photo: Kristina Lenard

 

pdf Programm zum Download

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Wer hat Angst vorm fremden Mann?

12.05.2017, Berlin | Die Angst vor dem Fremden scheint ein Wesensmerkmal des Menschen zu sein. Sie zeigt sich in frühkindlichen Verhaltensweisen ebenso wie in xenophoben Reaktionen von Erwachsenen. Doch wie kommt es zur Differenzierung zwischen Fremdem und Eigenem? Welche Rolle spielen dabei Vorurteile? Und wieso entsteht aus einer Fremdheitserfahrung Angst? Ist diese Angst nichts anderes als ein Urinstinkt, der den homo sapiens vor einer möglichen Bedrohung warnen will? Worin liegt der Nutzen, worin die Gefahr solch ängstlicher Reaktionen? Und wie können wir mit Ängsten gegenüber dem anderen umgehen? Lässt sich gar Furcht vor in eine Lust am Fremden umkehren?

Diesen Fragen gehen Dr. Elke Geenen und Prof. Dr. Borwin Bandelow in dem Salon „Wer hat Angst vorm fremden Mann?“ am 22. Mai 2017 um 19:30 Uhr in der Komischen Oper Berlin nach.

Geenen_und_Bandelow

 

 

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Master-Symposium: On Nature, Race and Gender

26.04.2017, Berlin / Basel | Vom 9. bis 11. Mai 2017 findet am Institut Kunst in Basel das Symposium „On Nature, Race and Gender – The politics of the contemporary debates around art, culture and research statt. Das Symposium wird kritische Perspektiven auf die gegenwärtige politische, ökonomische und wissenschaftliche Lage vorstellen. Ausgehend von der Wahl Trumps und dem neu erwachten Interesse am Aktivismus sowie an der Natur, werden Fragen, mit denen sich KünstlerInnen aktuell auseinandersetzen, erarbeitet und mit den Wissenschaften in Beziehung gesetzt. Das Symposium wird im Rahmen des Lehrstuhls „The Next Society“ veranstaltet, der den Wissenschaften am Institut Kunst in Basel gewidmet ist. Der Lehrstuhl wird mit Gastwissenschaftlern besetzt, die sich und ihre Forschung vorstellen und gemeinsam mit den Kunststudierenden zu den jeweiligen Themenkomplexen arbeiten.


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Über Leben – Biopolitische Perspektiven in Wissenschaft und Kunst

26.04.2017, Berlin | Die Diskussionen um die kulturellen, politischen und wissenschaftlichen Folgen der Lebenswissenschaften zeigen, dass biologische nicht von kulturellen Dimensionen zu trennen sind. Die von Hartmut Böhme und Beate Slominski konzipierte Tagung „Über Leben – Biopolitische Perspektiven in Wissenschaft und Kunst“ am 13.05.2017 im Neuen Berliner Kunstverein diskutiert die Wechselwirkungen von Kultur- und Naturwissenschaft entlang folgender Fragestellungen: Als was soll die lebendige (menschliche) Entität verstanden werden? In welcher Weise werden die Grenzen zwischen unbelebten und belebten Entitäten im Vollzug avancierter Technologien verwischt? Wie erzeugen Organismen im Wechselspiel mit der Außenwelt eine Sinnsphäre? Welchen Beitrag leisten die Künste zur Bestimmung des Lebendigen? Mit Ute Meta Bauer, Hartmut Böhme, Frank Fehrenbach, Andreas Greiner, Inge Hinterwaldner, Peter Schiering, Georg Toepfer und Janina Wellmann.

Aura Rosenberg

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Seminar Kunst & Wissenschaft

06.03.2017, Berlin / Basel | Vom 22. bis 23. März und vom 27. bis 28. April 2017 findet am Institut Kunst in Basel das zweiteilige Seminar „Kunst & Wissenschaft“ statt. Das Seminar wird von der Institutsleiterin Chus Martínez durchgeführt. Als Gäste werden David Gruber, Meeresbiologe und Ozeanologe (New York), Filipa Ramos, Kuratorin (London), Volker Sommer, Professor für Evolutionäre Anthropologie am University College London, und Marcus Coates, Künstler (London), erwartet. Das Seminar widmet sich der Untersuchung dessen, was die Kunst mit der Wissenschaft teilt. Sowohl die Kunst als die Wissenschaft gehen den Fragen „Was ist wahr? Warum ist das wichtig? Wie bringt man eine Gesellschaft weiter?“ tiefgründig und oft auch voller Erstaunen nach. Das Seminar wird im Rahmen des Lehrstuhls „The Next Society“ veranstaltet, der den Wissenschaften am Institut Kunst in Basel gewidmet ist. Der Lehrstuhl wird mit Gastwissenschaftlern besetzt, die sich und ihre Forschung vorstellen und gemeinsam mit den Kunststudierenden zu den jeweiligen Themenkomplexen arbeiten.

Foto_David_Gruber

 

Foto_Filipa_Ramos

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Max-Planck-Institute starten „Artist-in-Residence“ Programm

20.12.2016, Berlin/ Potsdam | Die Max-Planck-Institute für Molekulare Pflanzenphysiologie und Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam haben das "Artist-in-Residence"-Programm „Knowledge Link through Art and Science“, kurz KLAS, etabliert, das mithilfe eines internationalen Wettbewerbs zwei innovative KünstlerInnen in den Wissenschaftspark Potsdam-Golm bringt. Im Rahmen des Programms arbeiten die ausgewählten KünstlerInnen ab Juni 2017 für jeweils zwei Wochen Seite an Seite mit ForscherInnen der Gastinstitutionen in Golm und der Universität Groningen. Detaillierte Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Januar 2017.

KLAS

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Projektraum

Anschrift: Unter den Linden 32-34 | 10117 Berlin Öffnungszeiten während der Ausstellungen:Donnerstag – Montag, 13–19 Uhr | Eintritt frei Seit 2009 zeigt die Schering Stiftung im ...

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