Ivana Franke

 

Wissenschaft & Kunst

Der Dialog zwischen den Disziplinen – insbesondere zwischen den Naturwissenschaften und der Bildenden Kunst – hat seit einigen Jahren Konjunktur. Vor allem Wissenschaftseinrichtungen haben die Kunst als Medium entdeckt, über das ihr spezialisiertes Wissen einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu vermitteln ist. Die Schering Stiftung ist jedoch weniger an der Wissenschaftskommunikation als an einem grundlegenden Dialog von Künstlern und Wissenschaftlern gelegen und hat hierzu bereits 2005 das Forum Wissenschaft und Kunst ins Leben gerufen. Dabei geht es sowohl um den Austausch von Methoden und Arbeitsweisen wie um den inhaltlichen Dialog zu gesellschaftlich relevanten Fragen.

Darüber hinaus hat die Stiftung 2009 den Projektraum für Kunst und Wissenschaft Unter den Linden eröffnet, der als Plattform für Ausstellungen, Vorträge und Workshops an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst dient. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Präsentation von "Kunst als Forschung".


Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald

07.12.2016, Berlin | Ausgangspunkt der Ausstellung Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald, die am 9. November 2017 im Centrum für Naturkunde in Hamburg eröffnen wird, ist der 160. Jahrestag der Veröffentlichung der Darwin-Wallace-Papiere, einer zentralen Abhandlung der Biologie. Der Naturforscher Alfred R. Wallace unternahm im 19. Jahrhundert Expeditionen nach Südamerika und Asien. Dabei sammelte er tropische Fauna, dokumentierte die biologische Vielfalt und entschlüsselte die Mechanismen der natürlichen Auslese. Die Sammlung gilt als Grundlage seiner bahnbrechenden Theorien. Heute allerdings steht zur Debatte, ob solche Entdeckungen noch möglich wären, da das Ökosystem Regenwald in Folge von Abholzung und Umwandlung in Monokulturplantagen weitgehend zerstört ist.

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Symposium: On Intelligence

02.03.2016, Berlin / Basel | Intelligenz: Was ist das? Lange Zeit sprach man vom Unterschied zwischen Theorie und Praxis in der Kunst. Seit vielen Jahren versuchen wir zu begreifen, auf welche Weise sich Kunst von der Rolle unterscheidet, die sie in unserer Gesellschaft spielt. Der Begriff „Künstlerische Forschung“ wurde etabliert, um deutlich zu machen, dass Künstler nicht nur Objekte oder Performances produzieren oder sich in einem gegebenen Medium bewegen, sondern „Forschung“ als Kunstpraxis betreiben. Doch schon bald bezeichnete dieser Begriff nur noch eine neue Form akademisch-wissenschaftlicher Aktivität, die eben von Künstlern betrieben wurde. Vom 21. bis 23. März 2016 setzt sich das Symposium „On Intelligence“ am Institut Kunst in Basel damit auseinander, auf welche Weise Künstler heute ihre Arbeit mit grundlegenden Fragen verknüpfen: Was ist Leben? Wie lässt sich die Zukunft durch Erfahrung gestalten und wie definiert Kunst die Erfahrung auf völlig neue Weise?

Mike Alonzo

 

Nabil Ahmed

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125.660 Spesimen Sejarah Alam

04.08.2015, Berlin / Jakarta | „125.660 Spesimen Sejarah Alam“ (125.660 Specimens of Natural History) ist eine Kunst- und Wissenschaftsausstellung über koloniale naturgeschichtliche Sammlungen und die von ihnen mitbewirkten Umweltveränderungen in Indonesien. Die Ausstellung folgt auf den Pfaden von Alfred Russel Wallace (1823–1913), der vor allem als Mitentdecker der Evolutionstheorie bekannt ist. Von 1854 bis 1862 bereiste Wallace den Malaiischen Archipel, dokumentierte die Artenvielfalt der Region und trug eine riesige Naturaliensammlung für europäische Museen zusammen. Die Ausstellung lädt KünstlerInnen ein, auf den Spuren der Expedition zu wandeln und sich deren Dokumente und Artefakte anzueignen oder neu zu bewerten; dabei untersuchen die Künstler die Mobilität kolonialen Wissens und die Veränderungen der indonesischen Landschaft aus einer Vielzahl von Perspektiven und mithilfe verschiedener Medien. Das von der Schering Stiftung unterstützte Projekt wird ab Herbst 2017 in einer zweiten Phase auch in Deutschland zu sehen sein.

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Fast Forward Science 2015 - Webvideos gesucht, die für Forschung begeistern

28.05.2015, Berlin | Sie informieren, überraschen, stecken voller Wissenschaft. Und: Sie sind wieder gesucht! Der Webvideo-Wettbewerb Fast Forward Science ruft auch dieses Jahr Forscher, eingefleischte Webvideomacher, Künstler, Kommunikatoren oder einfach an Wissenschaft Interessierte dazu auf, außergewöhnliche Videos zu aktuellen Forschungsthemen einzureichen. Die Herausforderung: Sie sollen zugleich unterhalten, wissenschaftlich fundiert und verständlich sein. Teilnahmeschluss ist der 31. Juli 2015.

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Neuerscheinung: „ArteFakte: Wissen ist Kunst – Kunst ist Wissen."

26.11.2014, Berlin | Im Dezember 2014 erscheint die Publikation „ArteFakte: Wissen ist Kunst – Kunst ist Wissen. Reflexionen und Praktiken wissenschaftlich-künstlerischer Begegnungen“, herausgegeben von Hermann Parzinger, Stefan Aue und Günter Stock, im transcript Verlag. Das Buch dokumentiert die Ergebnisse des gleichnamigen Jahresthemas 2011|12 der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

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„Macht Musik schlau?“

Klassische Musik steigert die Hirnleistungen. Davon waren zumindest amerikanische Forscher von der University of California überzeugt, als sie Anfang der 1990er Jahre ein Experiment durchführten und in „Nature“ veröffentlichten. In ihrer Untersuchung entwickelten Studenten, die für zehn Minuten einer Klaviersonate von Mozart gelauscht hatten, bessere räumliche Denkweisen. Der sogenannte Mozart-Effekt vermittelt den Eindruck, dass Musikhören und Musizieren das Lernen quasi auf geheimnisvolle Art und Weise verbessern würden. Dieser Thematik widmet sich Prof. Dr. Lutz Jäncke im vierten Salon der Reihe Musik schafft Wissen. Neurowissenschaften und Musik im Dialog am 8. Dezember 2014 bei Ulrich und Nathan Köstlin.


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On Research III – Reflections on Curatorial Research

Der Workshop „On Research“ am Haus der Kulturen der Welt in Berlin (HKW) widmet sich in seiner dritten und letzten Ausgabe am 18. und 19. Oktober 2014 dem Feld der kuratorischen Forschung sowie den Erkenntnis- und Übersetzungsprozessen in der kuratorisch-dramaturgischen Auseinandersetzung mit der „Anthropozän“-Hypothese. Der Fokus des international ausgerichteten Workshops liegt auf inhaltlichen, methodischen und strukturellen Fragen kuratorischer Praxis, von Themensetzungen und Recherchemethoden über Formatentwicklungen bis hin zu kollaborativen Arbeitsweisen über Formatgrenzen wie Diskurs, Performance und Ausstellung hinweg.


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Das Anthropozän-Projekt. Ein Bericht

Mit den herkömmlichen Methoden des Erkenntnisgewinns – den Naturwissenschaften und den Geisteswissenschaften – ist die Menschheit an eine Grenze gestoßen. Die untrennbare Verkettung von industriellem Stoffwechsel, Klimawandel, Verstädterung, Bodenerosion und Artensterben, aber auch ein neues gesellschaftliches (Selbst-)Bewusstsein, haben gezeigt: Die rasante Neuformation von Ursache und Wirkung, Mittel und Zweck, Quantität und Qualität erfordert eine neue Erschließung von Welt, die nicht auf postmoderne Diskurse, sondern materielle Zusammenhänge und Prozesse abzielt – von Plastik, das sich zu künstlichen Inseln in den Ozeanen anhäuft, bis zur Partikularität eines Staubkorns auf dem Weg von der Sahara in den brasilianischen Regenwald. Ein neues Staunen über das Wunder Erde ist gefragt: Was können wir tun, wie können wir wissen – und inwiefern hängt beides zusammen? Mit welchen Mitteln, Methoden und Sinnen können wir der von uns selbst geschaffenen Welt begegnen? In EIN BERICHT, dem groß angelegten Abschlussprogramm des Anthropozän-Projekts, spürt das Haus der Kulturen der Welt ab 16. Oktober 2014 genau diesen Fragen nach.

Anthropozän-Projekt


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(Be)Handeln mit Musik

Musik wird seit Urzeiten als Heilmittel eingesetzt, aber erst seit etwa zwei Jahrzehnten beginnt die moderne Gehirnforschung zu verstehen, wie Musik ihre Heilkraft entfalten kann. Mit Susanne Bauer, Professorin für Musiktherapie an der Universität der Künste Berlin, widmen wir uns im dritten Salon der Reihe Musik schafft Wissen am 13.05.2014 dem Thema (Be)Handeln mit Musik - die Bedeutung von Musik in der Therapie von Krankheiten. Die Sängerin und Stimmanthropologin Ulrike Sowodniok und der Akkordeonist Maxim Shagaev präsentieren in diesem Rahmen Werke von Fauré und Debussy, Brahms und Rossini.

© Schering Stiftung

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Der Ohrwurm oder Melodie des Grauens

Was macht eine Melodie zu einem Ohrwurm? Das ist das Thema des nächsten Musiksalons mit Prof. Dr. Eckart Altenmüller, Jardena Flückiger und David Santos, der am 24. März 2014 stattfindet. Es ist bereits das zweite Konzert der von Ulrich Köstlin und der Schering Stiftung initiierten Konzertreihe Musik schafft Wissen. Neurowissenschaften und Musik im Dialog, die Musikwerke aus verschiedenen Jahrhunderten präsentiert und anschließend zu einer Diskussion mit renommierten Neurowissenschaftlern einlädt.

© Schering Stiftung

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Projektraum

Anschrift: Unter den Linden 32-34 | 10117 Berlin Öffnungszeiten während der Ausstellungen:Donnerstag – Montag, 13–19 Uhr | Eintritt frei Seit 2009 zeigt die Schering Stiftung im ...

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