Daria Martin, Schering Stiftung Projektraum

 

Wissenschaft & Kunst

Der Dialog zwischen den Disziplinen – insbesondere zwischen den Naturwissenschaften und der Bildenden Kunst – hat seit einigen Jahren Konjunktur. Vor allem Wissenschaftseinrichtungen haben die Kunst als Medium entdeckt, über das ihr spezialisiertes Wissen einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu vermitteln ist. Die Schering Stiftung ist jedoch weniger an der Wissenschaftskommunikation als an einem grundlegenden Dialog von Künstlern und Wissenschaftlern gelegen und hat hierzu bereits 2005 das Forum Wissenschaft und Kunst ins Leben gerufen. Dabei geht es sowohl um den Austausch von Methoden und Arbeitsweisen wie um den inhaltlichen Dialog zu gesellschaftlich relevanten Fragen.

Darüber hinaus hat die Stiftung 2009 den Projektraum für Kunst und Wissenschaft Unter den Linden eröffnet, der als Plattform für Ausstellungen, Vorträge und Workshops an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst dient. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Präsentation von "Kunst als Forschung".


+ultra. gestaltung schafft wissen

01.09.2016, Berlin | Wissen ist Gestaltung und Gestaltung bringt Wissen hervor. Bislang wird jedoch unterschätzt, dass gestalterische Prozesse selbst aktiv modellieren: Bilder, Modelle und Werkzeuge sind bewusst gestaltet und gestalten das Wissen, das sie hervorbringen. Die Ausstellung „+ultra. gestaltung schafft wissen“ im Martin-Gropius-Bau zeigt ab dem 30. September 2016 die grundlegende Bedeutung gestalterischer Prozesse in den Wissenschaften. Ob Faustkeil oder digital vernetztes Organ, aktives Material oder bildgesteuerte Handlung, die Ausstellung thematisiert, wie sich menschliche und technologische Kräfte verschränken und welche Anforderungen daraus für unsere Gegenwart entstehen.

David Georges Emmerich, Structure autotendante

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Seminar Kunst & Wissenschaft

24.03.2016, Berlin / Basel | Mit der Gestalt, die die Zukunft und unsere Gesellschaft einmal annehmen werden, beschäftigen sich sowohl die Wissenschaften als auch die Kunst. „The Next Society“ ist daher der Name eines Lehrstuhls, der den Wissenschaften am Institut Kunst in Basel gewidmet ist. Er wird mit Gastwissenschaftlern besetzt, die sich und ihre Forschung vorstellen und gemeinsam mit den Kunststudierenden zu den jeweiligen Themenkomplexen arbeiten. Am 7./8. April und 9./10. Juni 2016 findet nun das Seminar „Kunst & Wissenschaft“ mit den Wissenschaftlern Prof. Dr. Hans-Jörg Rheinberger und Prof. Dr. Alexander Tarakhowski sowie der Künstlerin Julieta Aranda statt.


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Internationales Symposium zur Musikdarbietung: Kunst und Neurowissenschaft im Dialog

30.03.2016, Berlin/Tübingen | Wahrnehmung, sensomotorisches Lernen, Erinnerung, Emotion und Kognition sind grundlegende Prozesse, die während der Musik- und Gesangsdarbietung zum Einsatz kommen. Das macht die Untersuchung von Musikern und Musik für Wissenschaftler und Nicht-Wissenschaftler gleichermaßen interessant. Die Erforschung der Neurowissenschaft der Musik ist ein anerkanntes Gebiet innerhalb der Wissenschaftsgemeinde, doch nur selten außerhalb von ihr, sprich unter Musikern, Musikpädagogen und in der breiteren Öffentlichkeit. Mit Unterstützung der Schering Stiftung zielt das „Internationale Symposium zur Musikdarbietung: Kunst und Neurowissenschaft im Dialog“, das vom 29. April bis 1. Mai 2016 an der Universität Tübingen stattfindet, darauf ab, die Interaktion und Zusammenarbeit zwischen Disziplinen, aber auch zwischen jungen Wissenschaftlern, Musikern und der Allgemeinheit zu fördern.

Kleber_Herrojo_Ruiz

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Symposium: On Intelligence

02.03.2016, Berlin / Basel | Intelligenz: Was ist das? Lange Zeit sprach man vom Unterschied zwischen Theorie und Praxis in der Kunst. Seit vielen Jahren versuchen wir zu begreifen, auf welche Weise sich Kunst von der Rolle unterscheidet, die sie in unserer Gesellschaft spielt. Der Begriff „Künstlerische Forschung“ wurde etabliert, um deutlich zu machen, dass Künstler nicht nur Objekte oder Performances produzieren oder sich in einem gegebenen Medium bewegen, sondern „Forschung“ als Kunstpraxis betreiben. Doch schon bald bezeichnete dieser Begriff nur noch eine neue Form akademisch-wissenschaftlicher Aktivität, die eben von Künstlern betrieben wurde. Vom 21. bis 23. März 2016 setzt sich das Symposium „On Intelligence“ am Institut Kunst in Basel damit auseinander, auf welche Weise Künstler heute ihre Arbeit mit grundlegenden Fragen verknüpfen: Was ist Leben? Wie lässt sich die Zukunft durch Erfahrung gestalten und wie definiert Kunst die Erfahrung auf völlig neue Weise?

Mike Alonzo

 

Nabil Ahmed

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Neuerscheinung: Evolution in Menschenhand - Synthetische Biologie aus Labor und Atelier

03.11.2015, Berlin | Seit der Antike träumen Menschen davon, Leben künstlich zu erschaffen. Angetrieben durch die enormen Fortschritte bei der DNA-Sequenzierung und Gensynthese ist mit der Synthetischen Biologie eine Fachdisziplin entstanden, die es ermöglicht, das Erbgut von Organismen umfassend umzuprogrammieren und lebende Systeme mit Eigenschaftskombinationen herzustellen, die es in der Natur bisher nicht gegeben hat. Mittels neuer Verfahren könnten, so lautet das Versprechen, zukünftig Lösungen für drängende Probleme in Bereichen wie Gesundheit, Umwelt und Energie gefunden werden. Gleichzeitig bringt die Synthetische Biologie neben den wissenschaftlichen auch politische, rechtliche und ethische Herausforderungen mit sich, die eine gesamtgesellschaftliche Diskussion erfordern. In ihrer neuen Publikation  „Evolution in Menschenhand. Synthetische Biologie aus Labor und Atelier“ führt die Schering Stiftung nun Natur-, Geistes-, Rechts- und Kulturwissenschaften zusammen, um aktuelle Entwicklungen der Synthetischen Biologie aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten.

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Neue Formen Theorie zu verstehen – The Next Society

15.11.2015, Berlin / Basel | Mit der Gestalt, die die Zukunft und unsere Gesellschaft einmal annehmen werden, beschäftigen sich sowohl die Wissenschaften als auch die Kunst. „The Next Society“ ist daher der Name eines Lehrstuhls, der den Wissenschaften am Institut Kunst in Basel gewidmet ist. Er wird mit Gastwissenschaftlern besetzt, die sich und ihre Forschung vorstellen und gemeinsam mit den Kunststudierenden zu den jeweiligen Themenkomplexen arbeiten. Am 10. und 11. Dezember 2015 findet nun das Seminar „Neue Formen Theorie zu verstehen“ unter der Leitung von Chus Martinez statt.


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The Next Society

07.10.2015, Berlin / Basel | Mit der Gestalt, die die Zukunft und unsere Gesellschaft einmal annehmen werden, beschäftigt sich sowohl die Wissenschaft als auch die Kunst. „The Next Society“ ist daher der Name eines Lehrstuhls, der den Wissenschaften am Institut Kunst in Basel gewidmet ist. Er wird mit Gastwissenschaftlern besetzt, die sich und ihre Forschung vorstellen und gemeinsam mit den Kunststudierenden zu den jeweiligen Themenkomplexen arbeiten. Im Oktober finden gleich mehrere Programme im Rahmen von „The Next Society“ statt: So startet das Herbstseminar „New Forms of Understanding Theory“ mit dem Immunologen Miguel Soares, der Künstlerin Julieta Aranda und der Leiterin des Instituts Kunst Chus Martinez. Am 16. Oktober eröffnet in DER TANK am Campus der Künste in Basel die Ausstellung „TREE Abies Alba“ mit einer skulpturalen Arbeit von Johannes Willi in Zusammenarbeit mit Vera Bruggmann. Und vom 27. bis 29. Oktober finden ein Symposium und ein Workshop zum Thema „Unschuld“ statt, in denen unterschiedliche Denker, Künstler und Wissenschaftler aufeinandertreffen.


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Crossing Fibers: A Neuroretrospectroscopic View

26.08.2015, Berlin | Am 28. September 2015 eröffnet in der Humboldt Graduate School die Ausstellung “Crossing Fibers: A Neuroretrospectroscopic View”. Die vom Verein “The Neuro Bureau e.V.” (TNB) organisierte Ausstellung führt Arbeiten in einer Fünf-Jahres-Retrospektive zusammen, die das Zusammenspiel von Neurowissenschaften und Kunst eindrücklich aufzeigen. Am 2. Oktober, dem letzten Tag der Ausstellung, lädt TNB zu dem Symposium “Different methodologies, languages and goals: How do artists and scientists communicate?” ein, welches sich mit dem ästhetischen und epistemischen Status von Gehirnaufnahmen beschäftigt.

Crossing Fibers

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125.660 Spesimen Sejarah Alam

04.08.2015, Berlin / Jakarta | „125.660 Spesimen Sejarah Alam“ (125.660 Specimens of Natural History) ist eine Kunst- und Wissenschaftsausstellung über koloniale naturgeschichtliche Sammlungen und die von ihnen mitbewirkten Umweltveränderungen in Indonesien. Die Ausstellung folgt auf den Pfaden von Alfred Russel Wallace (1823–1913), der vor allem als Mitentdecker der Evolutionstheorie bekannt ist. Von 1854 bis 1862 bereiste Wallace den Malaiischen Archipel, dokumentierte die Artenvielfalt der Region und trug eine riesige Naturaliensammlung für europäische Museen zusammen. Die Ausstellung lädt KünstlerInnen ein, auf den Spuren der Expedition zu wandeln und sich deren Dokumente und Artefakte anzueignen oder neu zu bewerten; dabei untersuchen die Künstler die Mobilität kolonialen Wissens und die Veränderungen der indonesischen Landschaft aus einer Vielzahl von Perspektiven und mithilfe verschiedener Medien. Das von der Schering Stiftung unterstützte Projekt wird ab Herbst 2017 in einer zweiten Phase auch in Deutschland zu sehen sein.

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Fast Forward Science 2015 - Webvideos gesucht, die für Forschung begeistern

28.05.2015, Berlin | Sie informieren, überraschen, stecken voller Wissenschaft. Und: Sie sind wieder gesucht! Der Webvideo-Wettbewerb Fast Forward Science ruft auch dieses Jahr Forscher, eingefleischte Webvideomacher, Künstler, Kommunikatoren oder einfach an Wissenschaft Interessierte dazu auf, außergewöhnliche Videos zu aktuellen Forschungsthemen einzureichen. Die Herausforderung: Sie sollen zugleich unterhalten, wissenschaftlich fundiert und verständlich sein. Teilnahmeschluss ist der 31. Juli 2015.

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Projektraum

Anschrift: Unter den Linden 32-34 | 10117 Berlin Öffnungszeiten während der Ausstellungen:Donnerstag – Montag, 13–19 Uhr | Eintritt frei Seit 2009 zeigt die Schering Stiftung im ...

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