Daria Martin, Schering Stiftung Projektraum

 

Wissenschaft & Kunst

Der Dialog zwischen den Disziplinen – insbesondere zwischen den Naturwissenschaften und der Bildenden Kunst – hat seit einigen Jahren Konjunktur. Vor allem Wissenschaftseinrichtungen haben die Kunst als Medium entdeckt, über das ihr spezialisiertes Wissen einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu vermitteln ist. Die Schering Stiftung ist jedoch weniger an der Wissenschaftskommunikation als an einem grundlegenden Dialog von Künstlern und Wissenschaftlern gelegen und hat hierzu bereits 2005 das Forum Wissenschaft und Kunst ins Leben gerufen. Dabei geht es sowohl um den Austausch von Methoden und Arbeitsweisen wie um den inhaltlichen Dialog zu gesellschaftlich relevanten Fragen.

Darüber hinaus hat die Stiftung 2009 den Projektraum für Kunst und Wissenschaft Unter den Linden eröffnet, der als Plattform für Ausstellungen, Vorträge und Workshops an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst dient. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Präsentation von "Kunst als Forschung".


“The Next Society” – Pilotprojekt am Institut Kunst in Basel gestartet

28.05.2015, Berlin / Basel | Mit der Gestalt, die die Zukunft und unsere Gesellschaft einmal annehmen werden, beschäftigt sich sowohl die Wissenschaft als auch die Kunst. „The Next Society“ ist daher der Name eines Lehrstuhls, der den Wissenschaften im Kontext einer Kunsthochschule gewidmet ist. Der Lehrstuhl wurde im Sommersemester 2015 am Institut Kunst der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel eingerichtet. Er wird mit Gastwissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen besetzt, die sich und ihre Forschung vorstellen und gemeinsam mit den Kunststudierenden zu den jeweiligen Themenkomplexen arbeiten. Als erster Gast konnte Kristina Buch, Biologin und Künstlerin aus Düsseldorf, gewonnen werden. In ihrem Seminar, welches an jeweils zwei Tagen im April und im Juni 2015 stattfindet, geht sie Fragen zum Thema „Einzigartigkeit“ nach.

Illustration_Tobias Gutmann

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Crossing Fibers: A Neuroretrospectroscopic View

02.06.2015, Hawaii | Im Jahr 2011 begann der Verein The Neuro Bureau e.V. (TNB) damit, kulturelle Veranstaltungen in einem neuro-wissenschaftlichen Kontext zu organisieren, um den Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft zu fördern. Der Verein etablierte einen BrainArt-Wettbewerb und eine Ausstellung auf der jährlich stattfindenden Konferenz der US-amerikanischen Organization for Human Brain Mapping (OHBM), die in vielfältigen Kategorien die Schönheit des Gehirns aus unterschiedlichen Perspektiven zeigt. Dieses Jahr wird die Ausstellung vergangene und aktuelle Arbeiten in einer Fünf-Jahres-Retrospektive zeigen. Die diesjährige Konferenz der OHBM findet vom 14. bis 18. Juni 2015 in Honolulu, Hawaii, statt. Das Projekt wird von der Schering Stiftung gefördert.


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Neuerscheinung: „ArteFakte: Wissen ist Kunst – Kunst ist Wissen."

26.11.2014, Berlin | Im Dezember 2014 erscheint die Publikation „ArteFakte: Wissen ist Kunst – Kunst ist Wissen. Reflexionen und Praktiken wissenschaftlich-künstlerischer Begegnungen“, herausgegeben von Hermann Parzinger, Stefan Aue und Günter Stock, im transcript Verlag. Das Buch dokumentiert die Ergebnisse des gleichnamigen Jahresthemas 2011|12 der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Transscrip_Titelblatt

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„Macht Musik schlau?“

Klassische Musik steigert die Hirnleistungen. Davon waren zumindest amerikanische Forscher von der University of California überzeugt, als sie Anfang der 1990er Jahre ein Experiment durchführten und in „Nature“ veröffentlichten. In ihrer Untersuchung entwickelten Studenten, die für zehn Minuten einer Klaviersonate von Mozart gelauscht hatten, bessere räumliche Denkweisen. Der sogenannte Mozart-Effekt vermittelt den Eindruck, dass Musikhören und Musizieren das Lernen quasi auf geheimnisvolle Art und Weise verbessern würden. Dieser Thematik widmet sich Prof. Dr. Lutz Jäncke im vierten Salon der Reihe Musik schafft Wissen. Neurowissenschaften und Musik im Dialog am 8. Dezember 2014 bei Ulrich und Nathan Köstlin.


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On Research III – Reflections on Curatorial Research

Der Workshop „On Research“ am Haus der Kulturen der Welt in Berlin (HKW) widmet sich in seiner dritten und letzten Ausgabe am 18. und 19. Oktober 2014 dem Feld der kuratorischen Forschung sowie den Erkenntnis- und Übersetzungsprozessen in der kuratorisch-dramaturgischen Auseinandersetzung mit der „Anthropozän“-Hypothese. Der Fokus des international ausgerichteten Workshops liegt auf inhaltlichen, methodischen und strukturellen Fragen kuratorischer Praxis, von Themensetzungen und Recherchemethoden über Formatentwicklungen bis hin zu kollaborativen Arbeitsweisen über Formatgrenzen wie Diskurs, Performance und Ausstellung hinweg.


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Das Anthropozän-Projekt. Ein Bericht

Mit den herkömmlichen Methoden des Erkenntnisgewinns – den Naturwissenschaften und den Geisteswissenschaften – ist die Menschheit an eine Grenze gestoßen. Die untrennbare Verkettung von industriellem Stoffwechsel, Klimawandel, Verstädterung, Bodenerosion und Artensterben, aber auch ein neues gesellschaftliches (Selbst-)Bewusstsein, haben gezeigt: Die rasante Neuformation von Ursache und Wirkung, Mittel und Zweck, Quantität und Qualität erfordert eine neue Erschließung von Welt, die nicht auf postmoderne Diskurse, sondern materielle Zusammenhänge und Prozesse abzielt – von Plastik, das sich zu künstlichen Inseln in den Ozeanen anhäuft, bis zur Partikularität eines Staubkorns auf dem Weg von der Sahara in den brasilianischen Regenwald. Ein neues Staunen über das Wunder Erde ist gefragt: Was können wir tun, wie können wir wissen – und inwiefern hängt beides zusammen? Mit welchen Mitteln, Methoden und Sinnen können wir der von uns selbst geschaffenen Welt begegnen? In EIN BERICHT, dem groß angelegten Abschlussprogramm des Anthropozän-Projekts, spürt das Haus der Kulturen der Welt ab 16. Oktober 2014 genau diesen Fragen nach.

Anthropozän-Projekt


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(Be)Handeln mit Musik

Musik wird seit Urzeiten als Heilmittel eingesetzt, aber erst seit etwa zwei Jahrzehnten beginnt die moderne Gehirnforschung zu verstehen, wie Musik ihre Heilkraft entfalten kann. Mit Susanne Bauer, Professorin für Musiktherapie an der Universität der Künste Berlin, widmen wir uns im dritten Salon der Reihe Musik schafft Wissen am 13.05.2014 dem Thema (Be)Handeln mit Musik - die Bedeutung von Musik in der Therapie von Krankheiten. Die Sängerin und Stimmanthropologin Ulrike Sowodniok und der Akkordeonist Maxim Shagaev präsentieren in diesem Rahmen Werke von Fauré und Debussy, Brahms und Rossini.

© Schering Stiftung

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Der Ohrwurm oder Melodie des Grauens

Was macht eine Melodie zu einem Ohrwurm? Das ist das Thema des nächsten Musiksalons mit Prof. Dr. Eckart Altenmüller, Jardena Flückiger und David Santos, der am 24. März 2014 stattfindet. Es ist bereits das zweite Konzert der von Ulrich Köstlin und der Schering Stiftung initiierten Konzertreihe Musik schafft Wissen. Neurowissenschaften und Musik im Dialog, die Musikwerke aus verschiedenen Jahrhunderten präsentiert und anschließend zu einer Diskussion mit renommierten Neurowissenschaftlern einlädt.

© Schering Stiftung

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Welches Wissen zählt?

Jeden Tag treffen wir eine Vielzahl von Entscheidungen – doch auf welcher Wissensgrundlage finden diese Entscheidungsprozesse statt? Wie beeinflussen die verschiedenen Formen der Wissensgenerierung unser Entscheiden und Handeln und welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
Über diese und weitere Fragen diskutieren Olafur Eliasson, Charlotte Klonk, Peter Raue und Gerhard Roth in der nächsten Quadriga Debatte unter dem Titel: „Welches Wissen zählt? Entscheidungen zwischen Fakten und Intuition – Der Einfluss von Kunst und Wissenschaft auf unser Handeln“ am Mittwoch, dem 29. Januar 2014, 18:30 – 20:30 Uhr im Allianz Forum am Pariser Platz.

quadriga-debatten_logo

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Faith in the City

29.10.2013, Berlin | Schließen sich Religion und Urbanität nicht gegenseitig aus? Diese Grundannahme der Stadtforschung ist nicht mehr haltbar. Das zeigen alle Erkenntnisse, die das internationale Projekt GLOBAL PRAYERS. Erlösung und Befreiung in der Stadt gewonnen hat: Neue religiöse Gemeinschaften verändern urbane Topographien und treten als wirtschaftliche und politische Akteure auf. Vom 14. bis 16. November 2013 findet im Haus der Kulturen der Welt der öffentliche Global Prayers Congress statt, der von der Videoinstallation „Speaking in tongues“ des niederländischen Künstlers Aernout Mik eröffnet wird.

The Global Prayers Congress

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Projektraum

Anschrift: Unter den Linden 32-34 | 10117 Berlin Öffnungszeiten während der Ausstellungen:Donnerstag – Montag, 13–19 Uhr | Eintritt frei Seit 2009 zeigt die Schering Stiftung im ...

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