Daria Martin, Schering Stiftung Projektraum

 

Wissenschaft & Kunst

Der Dialog zwischen den Disziplinen – insbesondere zwischen den Naturwissenschaften und der Bildenden Kunst – hat seit einigen Jahren Konjunktur. Vor allem Wissenschaftseinrichtungen haben die Kunst als Medium entdeckt, über das ihr spezialisiertes Wissen einer breiten Öffentlichkeit verständlich zu vermitteln ist. Die Schering Stiftung ist jedoch weniger an der Wissenschaftskommunikation als an einem grundlegenden Dialog von Künstlern und Wissenschaftlern gelegen und hat hierzu bereits 2005 das Forum Wissenschaft und Kunst ins Leben gerufen. Dabei geht es sowohl um den Austausch von Methoden und Arbeitsweisen wie um den inhaltlichen Dialog zu gesellschaftlich relevanten Fragen.

Darüber hinaus hat die Stiftung 2009 den Projektraum für Kunst und Wissenschaft Unter den Linden eröffnet, der als Plattform für Ausstellungen, Vorträge und Workshops an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst dient. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Präsentation von "Kunst als Forschung".


Agnes Meyer-Brandis: Wolken-Kern-Scanner – IM TROPOSPHAEREN-LABOR

Die Wolken, ihre Entstehung und Substanz sind seit langem ein intensiv diskutiertes Thema von Kunst und Wissenschaft. Für die Künstlerin Agnes Meyer-Brandis war es daher eine einmalige Gelegenheit, vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zu einem der primär Wissenschaftszwecken vorbehaltenen Parabelflüge eingeladen zu sein und in temporärer Schwerelosigkeit an ihrem Kunstprojekt „Wolken-Kern-Scanner“ arbeiten zu dürfen. Am 14. Januar 2010 um 19 Uhr eröffnet nun die Ausstellung zu ihrem Projekt „Wolken-Kern-Scanner: IM TROPOSPHAEREN-LABOR“ in der Schering Stiftung. Die Ausstellung wird von einem vierteiligen wissenschaftlichen Vortragsprogramm zur Aerosolforschung begleitet.

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Wolken-Kern-Scanner

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Lichtblitze und Gehirnwellen: Neurofeedback aus künstlerischer und neurologischer Sicht

Das 6. Forum Wissenschaft und Kunst steht ganz im Zeichen von Carsten Nicolais Installation rota, die seit dem 2. Juli 2009 im Projektraum der Stiftung präsentiert wird. Dr. Ute Strehl vom Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen geht der Frage nach, was die Wissenschaft über Auswirkungen des Flickereffekts auf das menschliche Gehirn weiß, welche Rolle Neurofeedbacks bereits jetzt in der Therapie von Krankheiten wie Epilepsie und AHDS spielen und wo zukünftige Anwendungsfelder liegen könnten, etwa beim Locked-in-Syndrom. Carsten Nicolai stellt seine künstlerische Arbeitsweise am Beispiel von rota vor.

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Symposium „Neuroscience and Art“ in der Peggy Guggenheim Collection

Die Association of Neuroesthetics veranstaltet in Kooperation mit der Marino Golinelli Foundation und der Schering Stiftung ein Symposium mit dem Thema der diesjährigen 53. Internationalen Kunstausstellung „Fare Mondi/ Making Worlds“ in der Peggy Guggenheim Collection, Venedig. 25 eingeladene internationale Künstlerinnen und Künstler sowie Neurowissenschaftlerinnen und Neurowissenschaftler diskutieren darüber, wie unser Gehirn aktiv „Welten gestaltet“.

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Kooperation am Scheideweg? Zu Chancen und Risiken fragen Sie Ihren Künstler oder Wissenschaftler.

Kunst und Wissenschaft sind seit jeher durch eine ebenso spannungsvolle wie produktive Beziehungsgeschichte verbunden. Das ‚Forum Wissenschaft und Kunst’ der Schering Stiftung richtet seit 2005 seinen Fokus auf die gegenwärtige Entwicklung dieses Wechselverhältnisses. Mit einem Status-Workshop sollte nun nach dreijähriger disziplinenübergreifender Auseinandersetzung mit diesem Thema eine möglichst konzise Beschreibung der gegenwärtigen Situation erfolgen. Auf Einladung der Schering Stiftung kamen am 08.12. und 09.12.2008 35 Naturwissenschaftler, Kuratoren, Künstler und kulturwissenschaftlich orientierte Kunsthistoriker in Berlin zusammen, um sich den Herausforderungen einer verstärkten Kollaboration von Wissenschaft und Kunst stellen.

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Der Blick in die Natur: Kunst und Wissenschaft in Kooperation und Divergenz

Das 5. Forum Wissenschaft und Kunst widmet sich der jungen Wissenschaftsdisziplin Bionik. Der Blick auf die Natur zielt hier auf das Entdecken von Strukturen und Vorgehensweisen der belebten Natur, die in der Folge gezielt für die Lösung technischer Probleme in den Bereichen der Natur- und Ingenieurwissenschaften, aber auch der Architektur und des Designs zur Anwendung gelangen können. Dabei steht die systematische Suche und Übertragung von geeigneten Struktur- oder Organisationsprinzipien der belebten Natur in technische Artefakte im Zentrum des Interesses. Auch für die Kunst stellt Natur nach wie vor eine zentrale Kategorie dar, allerdings nicht als nachzuahmendes Vorbild, sondern als Inspirationsquelle.

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Laboratorien der Kunst und Wissenschaft. Methodologisches Arbeiten im künstlerischen und wissenschaftlichen Kontext

Künstler haben sich wohl schon immer für das methodische Vorgehen der Wissenschaftler interessiert. Seit Beginn der neunziger Jahre lässt sich jedoch beobachten, dass Künstler Methoden aus der naturwissenschaftlichen Forschung verstärkt adaptieren. Durch die Zuwendung zu Inhalten und Methoden anderer Disziplinen und Kontexte begeben sich Künstler immer häufiger auf fremdes Terrain, dessen Regeln dem künstlerischen Vorgehen oftmals entgegenstehen.

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Künstler als Forscher, Forscher als Künstler? Wissenschaftliche Methodik - künstlerische Kreativität

Wie gehen Forscher an das Erzeugen neuer wissenschaftlicher Verfahren heran und wie lassen Künstler ihre Werke entstehen? Wie sind die Vorstellungen von der streng wissenschaftlichen Methodik der Forschung und der schöpferischen Kreativität des Künstlers in Einklang zu bringen? Haben sich Wissenschaftler und Künstler etwas zu sagen?

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Wissenschaft und Kunst - getrennte oder vereinte Welten?

Zwar verspricht die Kooperation mit Forschern den Zugang zu jenen komplexen Wissensbeständen, ohne die auch die Kunst die Welt nicht mehr versteht. Häufig aber ist die Verwissenschaftlichung inzwischen von einer Utopie zum Pflichtprogramm geworden, wenn etwa die Kunstakademien sich an den Effizienzmaßstäben einer anwendungsorientierten Hochschulpolitik messen lassen müssen oder wenn Interdisziplinarität zum Schlagwort wird, mit dem eine bildungsbedachte Kulturförderung die Künstler ermahnt, sich nützlich zu machen...

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Das Bild in Wissenschaft und Kunst - Abbild oder Konstruktion?

Bis heute gelten Künstler als Experten des Visuellen, auch wenn viele Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts sich um den Ausstieg aus dem Bild bemühten oder das Visuelle durch Konzepte ersetzten. Dennoch erinnern heutige bildgebende Verfahren aus der Wissenschaft oftmals an künstlerische Prozesse, so dass sich unweigerlich die Frage nach den Gemeinsamkeiten bzw. Unterschieden der Bildproduktion in der Kunst und in der Wissenschaft stellt.

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Projektraum

Anschrift: Unter den Linden 32-34 | 10117 Berlin Öffnungszeiten während der Ausstellungen:Donnerstag – Montag, 13–19 Uhr | Eintritt frei Seit 2009 zeigt die Schering Stiftung im ...

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